Ein Stockwerkchen mehr

Die Kindertagesstätte (Kita) Tawern soll um eine siebte Gruppe erweitert und entsprechend ausgebaut werden. Dies hat der Ortsgemeinderat beschlossen. Außerdem entschied der Rat über das künftige Straßenbild des Neubaugebiets Wenigwies.

Tawern. Die Kita Tawern wurde erst 2014 ausgebaut, doch inzwischen hinkt sie dem Bedarf schon hinterher. So werden bis zum Sommer 2019 allein 120 Plätze für die Drei- bis Sechsjährigen erforderlich sein - derzeit gibt es für diese Altersgruppe 91 Plätze. Hinzu kommen steigende Zahlen bei Kindern unter drei Jahren. Bei den 53 Neuanmeldungen sind 40 Zweijährige und 13 Krippenkinder. Angesichts der Entwicklung hatte das Kreisjugendamt einen dauerhaften Bedarf für eine siebte Gruppe anerkannt. Da diese Erweiterung beim vorhandenen Raumangebot nicht möglich ist, wird die Aufstockung des flachen Anbaus zur Straße Am Markt hin empfohlen. Dort steht dann eine zusätzliche Fläche von 85 Quadratmetern zur Verfügung, die Platz für einen Gruppenraum, einen Schlafraum und einen Förderraum bietet.
Dem Ortsgemeinderat lagen diese Daten in jüngster Sitzung vor. Ortsbürgermeister Thomas Müller: "Man wird sich fragen, wieso die Kita erst vor zwei Jahren ausgebaut wurde und nun die nächste Erweiterung ansteht." Tatsächlich sei der zurückliegende Ausbau durch eine entsprechende Statik schon technisch für eine zusätzliche und schnelle Erweiterung ausgelegt worden.
Zur Abstimmung über die Finanzierung lag dem Rat die Kalkulation vor. Danach wird sich Tawern an den Gesamtkosten von rund 250 000 Euro mit rund 50 000 Euro beteiligen.
Asphaltstraße im Neubaugebiet


Die Zuschüsse von Land und Kreis Trier-Saarburg belaufen sich auf rund 200 000 Euro. Da die 50 000 Euro nicht im laufenden Tawerner Haushalt enthalten sind, wird sie die Gemeinde über eine Kreditaufnahme finanzieren. Der Rat stimmte der Kita-Erweiterung und ihrer Finanzierung einstimmig zu.
Eine Entscheidung stand auch über die zur Ausschreibung erforderliche Ausbauplanung des Baugebiets "Wenigwies" im Ortsteil Fellerich an. Sollen die Erschließungsstraßen rund um die 36 Baugrundstücke gepflastert oder asphaltiert werden? Welche Straßenlampen werden installiert? Zwei mögliche Varianten erläuterte Planer Huber Bruch vom beauftragten Büro IGR in Rockenhausen: Der Querschnitt der Erschließungsstraßen ohne Bürgersteige beträgt auf jeden Fall sechs Meter. Möglich sind gepflasterte oder asphaltierte Fahrbahnoberflächen. Bei der asphaltierten Variante plant IGR gepflasterte kleine Platzbereiche, die mit Sitzmöglichkeiten "möbliert" werden sollen. Die Meinung im Rat tendierte zur Asphalt-Variante. Die sei bis zu 10 000 Euro günstiger - und dies trotz zusätzlicher gepflasterter Platzbereiche wie Planer Bruch erklärte. Ein weitere Vorteil des Asphalts: Langfristig niedrigere Unterhaltskosten und geringere Abrollgeräusche von durchfahrende Fahrzeugen. Die einstimmige Entscheidung: Asphaltierte Fahrbahnen, gepflasterte Platzbereiche mit Sitzgelegenheiten aus Gabionenblöcken (Drahtkörbe mit Steinen gefüllt) und Holzplankenauflage. Bei der Frage nach der Beleuchtung entschied sich der Rat für eine Laternenform (LED-Lampen) im gemütlichen Retro-Look.
Planer Bruch: "Die Ausschreibungen werden nun rausgehen. Im Oktober können die Bagger anrollen."