Ein Tag voller Geschichte

Die Abiturienten des Gymnasiums Konz haben eine Exkursion nach Bonn gemacht, um dort im Haus der Geschichte das bereits im Unterricht gelernte Wissen zu vertiefen. Die Fahrt ist durch die gemeinsame Finanzierung von Sparkasse Trier und Konzer-Doktor-Bürgerstiftung ermöglicht.

Konz. Das erste Ziel der Studienfahrt der Konzer Gymnasiasten war die legendäre Eisenbahnbrücke von Remagen über die im März 1945 der Amerikanischen Armee als Erstes der Übergang über den Rhein gelang. Da die Brücke bereits wenige Wochen später einstürzte, fand die Gruppe dort allerdings lediglich die beiden Brückentürme vor, in denen heute das Friedensmuseum Remagen untergebracht ist. In Bonn besuchte ein Teil der Schüler das Haus der Geschichte, die anderen Jugendlichen machten sich auf den Weg durch das Regierungsviertel der ehemaligen Hauptstadt. Auf dem Weg durch die U-Bahn-Station war es der Gruppemöglich den ehemaligen Dienstwagen Konrad Adenauers sowie den Eisenbahnsalonwagen zu begutachten, in dem alle Bundeskanzler bis Willy Brandt die Republik bereisten.
Im Regierungsviertel lernten die Schüler Bauwerke wie das Bundeshaus und das Abgeordnetenhaus "Langer Eugen" kennen und wurden sich zunehmend der Bedeutung dieses Ortes bewusst, der in den 1950er und 1960er Jahren zunächst nur als provisorischer Regierungssitz galt. Vorbei am Bundeskanzleramt ging es dann zurück zum Haus der Geschichte.
Am Nachmittag genossen die Schüler die jeweils andere Führung. Im zweiten Teil wartete auf sie eine Reise durch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Angefangen mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs führte der Museumsrundgang über den gesellschaftlichen Wandel der 60er und 70er Jahre bis zur Wiedervereinigung. Eine vor allem für geschichtsinteressierte Schüler sehr geeignete Studienfahrt, die es ermöglichte, zum einen den politischen, aber auch den sozialen und kulturellen Wandel der vergangenen Jahrzehnte kennenzulernen.

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