Ein Traum wurde wahr

SCHÖNDORF. Ein lang gehegter Traum ging in Schöndorf in Erfüllung: Die Schulen und die Vereine der fünf Orte der "Poar" übernahmen nun offiziell die neue Schulturnhalle.

Mit der Fertigstellung der architektonisch anspruchsvollen Halle, für die noch ein Name gesucht wird, endete ein jahrzehntelanges Ringen: Schon in den 80er Jahren wurde im Raum Schöndorf die Notwendigkeit einer Turnhalle diskutiert.Im Auftrag der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer erstellte der Trierer Architekt Paul Schuh 1991 die ersten Pläne. Doch das Projekt scheiterte damals an den veranschlagten Kosten von rund 2,8 Millionen Mark.Vor drei Jahren unterstrichen die Sportvereine TuS Holzerath und der FC Schöndorf nochmals die dringende Notwendigkeit einer solchen Halle.Nach entsprechenden Vorberatungen auf VG- und Kreisebene erhielt Architekt Schuh den Auftrag, seinen ersten Plan zu überarbeiten und fortzuschreiben. Dabei durfte Schuh einen vorgegebenen Finanzrahmen von 2,5 Millionen Mark nicht überschreiten. Schuh präsentierte schließlich eine Holzkonstruktion, die sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügt. Bemerkenswert ist auch die Hackschnitzelheizung, die nun auch das benachbarte Bürgerhaus mit Wärme versorgt. Die Gesamtfinanzierung beläuft sich heute auf 1,3 Millionen Euro. An Zuwendungen wurden insgesamt 390 000 Euro vom Land und 97 000 Euro vom Kreis bewilligt. Die verbleibenden 820 000 Euro teilen sich die Verbansgemeinde Ruwer sowie die fünf Ortsgemeinden Schöndorf, Bonerath, Holzerath, Hinzenburg und Ollmuth. Diese Gemeinden gehören auch zum Kreis der zukünftigen Hallen-Nutzer.Förderverein besserte Finanzen auf

Der 2000 gegründete Förderverein "Schulturnhalle Schöndorf" koordinierte die finanzielle Unterstützung durch Privatleute und Vereine sowie die umfangreichen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder. Während der von Jörg Mokelke moderierten Übergabe-Feier ließen es sich die Vereine der beteiligten Orte nicht nehmen, einen kleinen Einblick in ihr Können zu geben. Gesegnet wurde der Bau von Dechant Heribert Mönch."Eine große Aufgabe ist gemeistert", sagte Bürgermeister Bernhard Busch. Es sei bemerkenswert, dass dieses Projekt trotz der finanziellen Situation habe verwirklicht werden können. Busch: "Das war nur möglich, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben."Busch erinnerte auch an die vielen Versprechen, die zahllosen Gespräche und auch an die Reise nach Mainz in das zuständige Ministerium. Wichtig bei der Umsetzung sei die Bereitschaft der Bevölkerung gewesen, sich in dieses Projekt nicht nur mit Ideen, sondern auch mit Tatkraft und Geld einzubringen.Die Glückwünsche des Kreises überbrachte Landrat Richard Groß. Sein Lob galt dem Architekten und den beteiligten Firmen.Ortsbürgermeister Gisbert Theis und Paul Schuh dankten ebenfalls allen Beteiligten für die gelungene Ausführung. Architekt Schuh: "Von den vielen ehrenamtlichen Arbeitern war ich begeistert. Ohne sie hätte die Halle nicht im vorgegebenen Finanzrahmen verwirklichz werden können. "

Mehr von Volksfreund