Gesundheit: Ein Verwaltungsdirektor für die Saarburger Klinik

Gesundheit : Ein Verwaltungsdirektor für die Saarburger Klinik

Wieder steigt ein waschechter Saarburger auf höherer Ebene im Kreiskrankenhaus ein: Matthias Gehlen aus Beurig ist ab 1. April im Direktorium für die Bereiche Personal, Technik und Einkauf zuständig.

„Ich bin Beuriger“ – darauf legt er wert, der baldige Verwaltungsdirektor des Saarburger Krankenhauses, Matthias Gehlen. Und damit outet er sich sogleich als Einheimischer.

Der 37-Jährige ist derzeit noch Kaufmännischer Direktor auf dem Schönfelderhof der Barmherzigen Brüder bei Zemmer. Zum 1. April will er nach Saarburg wechseln. Er sagt: „Das ist eine Traumstelle für mich.“ Im Saarburger Krankenhaus sei er geboren worden. Dort sei er als Patient und Besucher gewesen und habe zwei Praktika in der psychiatrischen Tagesklinik absolviert. Gehlen: „Ich dachte damals schon: Wäre schön, wenn das da mal was würde. Ich habe eine hohe Meinung von dem Haus.“

Eigentlich gebe es für ihn keinen Grund zu wechseln, er habe einen sicheren Job. Doch habe er zurück ins Krankenhauswesen gewollt und sei mit seiner Familie regional gebunden. Trotz schwieriger finanzieller Lage sei die Saarburger Stelle eine tolle Herausforderung für ihn.

Gehlen lobt die neuesten Entscheidungen die Klinik betreffend, angefangen von den 40 neuen Betten für die Psychiatrie über die Kooperation mit dem Landeskrankenhaus bis hin zur Einstellung von Dr. med. Fadie El Odeh als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie ab März. Gehlen hat Fremdsprachenassistent und Speditionskaufmann gelernt. An der Fachhochschule Koblenz hat er Gesundheits- und Sozialwirtschaft studiert. Als Diplom-Betriebswirt hat er am Brüderkrankenhaus in Trier und schließlich auf dem Schönfelderhof gearbeitet.

Den Hintergrund für die neu geschaffene Stelle des Verwaltungsdirektors erklärt Joachim Christmann, Interims-Geschäftsführer des Krankenhauses. Er sagt: „Bislang hat der Geschäftsführer die Arbeit des Verwaltungsdirektors mitgemacht. Doch die Erfahrungen haben gezeigt, dass das nicht sinnhaft und auch nicht wirtschaftlich ist.“ Der Geschäftsführer solle sich um die strategischen Entscheidungen kümmern und zwar als Teilzeitjob. Das Alltagsgeschäft, das unter anderem die Bereiche Technik, IT, Personal, Finanzielles und Medizinisches Controlling sowie Wäscherei und Apotheke umfasst, obliege dem Verwaltungsdirektor, dessen Posten auch nicht so hoch dotiert sei.

Ab Sommer soll das Landeskrankenhaus den Geschäftsführer für das Saarburger Haus stellen. Der Kreis, der Träger bleibt, handelt mit der Anstalt öffentlichen Rechts derzeit die Verträge aus, über die im Mai abgestimmt werden soll. Thomas Müller, Pressesprecher der Kreisverwaltung, bezeichnete die jüngsten Personalentscheidungen für die Klinik als großes Glück. Matthias Gehlen und der ebenfalls gebürtige Saarburger Fadie El Odeh würden beide ein hohes Maß an Identifikation mit dem Haus mitbringen. Müller: „Das stimmt uns zuversichtlich für dessen Zukunftsfähigkeit.“

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