Eindrucksvolle Repräsentanten

MANDERN. (hm) Zahlreiche Konzerte verschiedener Vereine und Gruppen werden in der Region das ganze Jahr über geboten. Doch wenn das Orchester der Verbandsgemeinde zum traditionellen Jahreskonzert einlädt, ist der Hochwald auf den Beinen. Auch Schneeglätte konnte die Musik-Interessierten nicht vom Konzertbesuch in der Manderner "Siebenbornhalle" abhalten.

"Wir haben uns ernsthaft vorbereitet und werden Ihnen ein gutes Programm bieten." Das versicherte der Vorsitzende des Orchesters der Verbandsgemeinde Kell am See, Erwin Berens, den rund 400 gespannten Zuhörern in der Manderner Siebenbornhalle. Er hatte nicht zu viel versprochen. Dirigent Karl-Heinz Willger hatte ein Programm zusammengestellt, das in seinem Vortrag für viel Begeisterung sorgte. Die Oberstufenlektüre hatte eine intensive Probenarbeit vorausgesetzt, das teilte Berens dem Auditorium mit. Bereits mit dem Entree, dem "Rakoczi-Marsch" aus Ungarn in einer Bearbeitung von Hans Kolditz, ging mit den rund 70 Musikerinnen und Musikern die Post ab. "Tirol 1809" von Sepp Tanzer beschrieb den Aufstand, Kampf und Sieg des Tiroler Aufstandes eindrucksvoll und wurde von dem Orchester in drei Phasen hervorragend interpretiert. Das Philharmonic Brass Ensemble unter der Leitung von Magnus Willems, eine zwölfköpfige Crew, stellte ihr außergewöhnliches Können bereits im ersten Teil ihres Auftritts unter Beweis. Mit "Trumpet Tune", "Halleluja Chorus", Suite L'Arlesienne" und "Entry of the Gladiators" riefen sie Beifallsstürme hervor, um dann dem Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See den Platz zu überlassen. "La Gazza Ladra”, eine Ouvertüre von Giachino Rossigni, verlangte den Musikern einiges ab, insbesondere den Klarinetten. Abwechslung gab es mit dem "Graf-Zeppelin-Marsch" von Carl Teike. Bei "Lassus Trombone" von Heinz Fillmore setzte sich der Posaunensatz ab. Weiter ging es mit solistischen Einlagen. Erinnerungen an "Satchmo" Louis Armstrong ließen die Trompeten aufleben, doch danach folgte erst die zweite Auflage des "Philharmonic Brass Ensembles": "The Gospel Hall” in vier Sätzen und "Three more cats” ernteten Jubel aus dem Publikum.Windmühle als Bühnendekoration

"Mazama” von Jay Chattaway forderte die Percussions, die Bühne vibrierte im Rhythmus der Trommeln und Bongos. Den Klarinetten verlangte "Wild cat Blues” von Woller/Williams wiederum alles ab. Ein Solo für Klarinette, Flöte und Trompete erwartete die Zuhörer in Form der "South Rampert Street Parade" von Bauduc/Haggart. Mit "Don Quixote”, gespickt mit mehreren Überraschungseffekten und einer Windmühle als Requisit auf der Bühne, verabschiedete sich das Ensemble, das seine Berechtigung als Repräsentationsorchester in der VG Kell am See erneut bestätigte. Durch das Programm führte Thomas Schichel.