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Eine Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre Big Band am Gymnasium Konz

Eine Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre Big Band am Gymnasium Konz

Der Anfang vor zehn Jahren war leise und bescheiden. Mittlerweile hat es die Big Band am Konzer Gymnasium zu ansehnlicher Größe und bemerkenswerter Qualität gebracht. Am Donnerstag trifft man sich zum Jubiläumskonzert.

Konz. Da fliegen einem fast die Ohren weg. Im kleinen Probenraum des Musikvereins Konz-Könen produziert die Big Band des Konzer Gymnasium einen knackigen Sound - nicht nur mit beachtlicher Phonstärke, sondern auch mit der jazztypischen Mischung aus zackiger Präzision und swingender Eleganz. Und Leiter Till Krüger feilt an Details, als ginge es um Kammermusik: "Die Saxophone müssen ihren Ton da länger aushalten!"
Natürlich probt die Band normalerweise im Musiksaal des Gymnasiums. Aber wenn eine ganztägige Probe ansteht, die auch in die Unterrichtszeit fällt, dann entwickelt sich die für alle übrigen Schüler allzu leicht zur klingenden Ablenkung.
Zehn Jahre Big Band: Als Musiklehrer Till Krüger 2003 ans Konzer Gymnasium kam, lag die letzte Aktivität dieser Art in fernster Vergangenheit, "weit vor meiner Zeit". Und der Anfang war entsprechend bescheiden. "Wir haben vierstimmige Spirituals gespielt", erinnert sich Krüger, und sogar die nicht gerade bigband-typischen Blockflöten wurden dankend angenommen. Bis dann im Herbst 2003 der erste Auftritt stattfand und Schuldirektor Nospers geradeheraus fragte: "Wie viel kostet eigentlich so ein Schlagzeug?" Mittlerweile sitzen 23 Musiker im Alter von 14 bis 19 Jahren auf der Bühne, wobei Krüger auf eins Wert legt: "Fast alle sind bei uns Schüler."
Gerade mal ein Ehemaliger spielt auch nach absolviertem Abitur noch mit. Was auch bedeutet: Es müssen immer wieder junge Musiker nachwachsen. Deswegen hat Krüger die "Mini-Big Band" für die Klassenstufen fünf bis sieben gegründet. Und selbstverständlich macht auch die mit beim Jubiläumskonzert.
Blockflöten haben ausgedient. Mittlerweile musiziert da eine klassische Big Band - Trompeten, Posaunen, Saxophone, Piano, Rhythmusgruppe. Allzu streng hält man sich allerdings nicht an die reine Lehre. Auch eher jazz-untypische Instrumente wie Hörner oder Querflöten dürfen mitmachen, und gerade letztere geben dem Ensembleklang einen interessanten Akzent.
Auf dem Programm stehen Funk/Pop, Swing, Arrangements, kurz: alles, was Big-Band-Musikern Spaß macht. Gibt es auch didaktische Ziele für die Arbeit mit einer Schul-Band? Da ist der Musikpädagoge Krüger ziemlich realistisch: "Die Hörgewohnheiten werden sich durch die Band nicht verändern." Aber, so hofft er jedenfalls, "es bleibt schon etwas hängen".
Immerhin, für die Darstellung von Schule und Schülern in der Öffentlichkeit ist die Big Band ein Gewinn. Knapp zehnmal im Jahr tritt sie öffentlich auf. Und ehemalige Schülerinnen und Schüler sind im Publikum immer dabei. mö
Das Konzert zum zehnjährigen Bestehen der Big Band des Gymnasiums Konz findet am Donnerstag, 8. März, 19.30 Uhr, in der Sporthalle des Gymnasiums statt.