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Eine große Entlastung für die Mosel

Eine große Entlastung für die Mosel

Seit kurzem laufen die Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) am fünften Bauabschnitt des Abwasser-Hauptsammlers Perl-Besch. 2,9 Millionen Euro werden in die Baumaßnahme investiert.

Perl. (red) Die Baumaßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund 2,9 Millionen Euro beinhaltet laut Mitteilung des EVS die Verlegung des Kanals, den Bau eines Stauraumkanals und die Installation der erforderlichen Maschinen- und Elektrotechnik. In der Straße "Maimühle" muss zuerst die Wasserleitung verlegt werden, um ausreichend Platz für die Kanalverlegung zu schaffen. Parallel zur EVS-Maßnahme werden darüber hinaus Maßnahmen zur Fremdwasserentflechtung im Bereich Maimühle für die Gemeinde Perl realisiert.

Die Investitionen hierfür belaufen sich auf 84 000 Euro. Das gesamte Maßnahmenpaket soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Derzeit fließen sämtliche Schmutzwässer aus den Ortsteilen Sehndorf, Oberperl und Perl der Bahnhofstraße zu, wo sie durch zwei Durchlässe unter der Bahntrasse in die Mosel gelangen.

Nach Fertigstellung der Bau-Maßnahme werden die Abwässer zur kürzlich fertig gestellten Kläranlage Perl-Besch geleitet, wo sie gereinigt werden. Für die Mosel bringt der Bau des Sammlers somit eine enorme Entlastung.

Das Abwasser wird nach Abschluss der Baumaßnahme am Bahnhof Perl gefasst und über ebenfalls neu zu erstellende Kanäle dem künftigen Stauraumkanal, der an der Kreuzung Bahnhofstraße/Maimühle endet, zugeleitet.

Kurzzeitige Verkehrsumleitungen



Die Kanalrohrdurchmesser wurden so gewählt, dass sie einen Rückstau auch bei starkem Regen verhindern.

Das bei Regen stark verdünnte aus dem Bauwerk abgeschlagene Mischwasser wird auf die beiden bestehenden Mosel-Einleitstellen in der Bahnhofstraße verteilt.

In der Zufahrtsstraße zum Bahnhof Perl und deren Fortführung bis zur Eisenbahnunterführung wird der 385 Meter lange Stauraumkanal verlegt. Da in diesem Bereich das Baufeld stark eingeschränkt ist, wird der Kanal per unterirdischem Rohrvortrieb verlegt.

Hierzu wird eine Startgrube am Pumpwerk des Stauraumkanals errichtet und anschließend der Kanal mit einem Durchmesser von zwei Metern Richtung Überlaufbauwerk gepresst. Die im Pumpwerk aufgestellten Pumpen fördern im Regenwetterfall 41 Liter Wasser pro Sekunde durch die sich anschließende Druckleitung nach Besch, von wo die Schmutzwässer bis zur Klär anlage weiterbefördert werden. Die Baustelle befindet sich innerhalb öffentlicher Verkehrswege. Die Zufahrt zum Baustoffhandel Pauly sowie zum Restaurant "Maimühle" und der Gaststätte im Bahnhof Perl wird während der Bauarbeiten gewährleistet. Der Entsorgungsverband Saar bittet jedoch um Verständnis für eventuelle kurzzeitige durch die Baumaßnahme bedingte Behinderungen und Umleitungen. Eine Beschilderung für die Verkehrsteilnehmer wird in entsprechenden Fällen eingerichtet.