Eine große Stimme kehrt zurück

Es ist erst fünf Wochen her, dass die Sängerin aus Melbourne an den Saarburger Serenaden teilgenommen hat. Damals war Christina Aloneftis im Hotel Am Markt untergebracht. Hier sang sie jetzt ein Benefizkonzert zugunsten der Jugendarbeit im TuS Fortuna Saarburg. Rund 1000 Euro Reinerlös kamen zusammen.

Saarburg. Nach dem Serenadenfestival ist die Sopranistin Christina Aloneftis aus Australien wieder an die Saar zurückgekehrt. "Ich habe dieser Stadt so viel zu verdanken. Jetzt gebe ich etwas zurück", begründet die Sängerin ihr Gastspiel im Hotel Am Markt.Hotelier Christoforo Russo hat die Sopranistin wieder eingeladen, denn sie war gerade in London, für die Weltreisende "um die Ecke".Kulturelle Bereicherung

"Wir haben zu allen Künstlern, die während des Festivals bei uns gewohnt haben, weiter guten Kontakt", sagt Juniorchef Peter Russo. Die Hoteliersfamilie ist auch seit vielen Jahren Unterstützer des TuS Fortuna Saarburg ist. Und den treibt die Sorge um, dass das Geld für den Aufwand mit rund 600 Jugendlichen in fünf Abteilungen nicht mehr reichen könnte."Allein im Fußball unterhalten wir 18 Jugendmannschaften mit 250 Spielern", erklärt Vorsitzender Dietmar Suder. Bei den Voltigierern, die gerade auf Rang 19 auf Bundesebene stehen, sind zehn Pferde zu versorgen und weite Strecken zu den Wettbewerben zu bewältigen. Suder beziffert den jährlichen Aufwand für den Nachwuchssport mit 50 000 Euro. "Da reichen die Mitgliedsbeiträge nicht", bedauert der Vorsitzende. Da müssen auch mal Erlöse aus Standdiensten an Markttagen oder der Kirmes in die Vereinskasse fließen. Erschwerend komme hinzu, dass Vereinsfeste immer schlechter besucht werden. Kultur, um den Sport zu unterstützen, damit geht der TuS einen neuen Weg. 40 Sponsoren konnten als Unterstützer gewonnen werden. Vor rund 100 Zuhörern, denen Familie Russo mit einem Zelt vor dem Hotel weiteren Raum bot, sang Christina Aloneftis, am Klavier begleitet von Fabio Esposito aus dem italienischen Alcona, nicht nur deutsches Liedgut von Mozart bis Schumann, sondern auch italienische Arien, sehr melancholische griechische Lieder und leidenschaftlichen Tango. Sie sang die Arien nicht nur, sondern stellte auch die Szenen dar, in der sie spielen. "Das ist eine kulturelle Bereicherung", freute sich Zuhörerin Karin Massem aus Saarburg. "Dieser Abend zeigt, dass auch Sportler kulturell einen guten Geschmack haben", urteilte René Michalski aus Oberhausen, der in Saarburg zu Besuch ist.TuS-Präsidentin Ruth Streit- Stifano und Vorsitzender Sauder bedankten sich bei der hochbegabten Sopranistin. Rund 1000 Euro flossen nach diesem Abend in die Vereinskasse.Die 21-jährige Künstlerin musste zahlreiche Autogrammwünsche erfüllen. Sie habe während des Serenadenfestivals sehr viel gelernt, sagt Aloneftis und fügt das Kompliment hinzu: "Saarburg ist so eine Art Heimat in Europa für mich geworden." Sie wolle auf jeden Fall wiederkommen - und bis dahin ein wenig Deutsch lernen. Extra

Im Juni 1884 gründeten Turnbrüder den "Turnverein Saarburg". An selbst gefertigten Geräten fanden die ersten Turnstunden in der Kaiserhalle (heute Buchdruckerei Rassier) statt. Heute besteht der Verein aus den Abteilungen und Gruppen: Fußball, Gymnastik, Aerobic, Handball, Herzsportgruppe, Leichtathletik, Walking, Turnen, Volleyball und Voltigieren. Der Verein zählt 1300 Mitglieder mit 600 Jugendlichen und ist einer der größten Vereine der Region Trier- Saarburg. doth tus-fortuna-saarburg.de

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