Eine halbe Million Euro fürs Kirchenumfeld in Trassem

Dorfentwicklung : Eine halbe Million Euro fürs Kirchenumfeld

Der neue Bauausschuss Trassem beschließt Baumaßnahmen an Stützmauer, Treppe und Kirchenvorplatz als Empfehlung für  den Ortsgemeinderat.

Seit zwei Jahren schaut der Trassemer Ortsgemeinderat argwöhnisch auf die Stützmauer unterhalb der Kirche. Wie marode diese ist, und womöglich bald ihrer Funktion nicht mehr gerecht werden kann, sieht inzwischen jeder Laie. Risse, fehlende Steine und Auswaschungen kennzeichnen das Bauwerk, dessen Austausch jetzt nach dem Eintreffen der Zuschussbewilligung im April vom Bauausschuss dem Ortsgemeinderat empfohlen wird.

Man traf sich vor Ort. Doch bevor etwas mit Planer Udo Baumann aus Trassem diskutiert wurde, mussten die Ausschussmitglieder offiziell von Ortsbürgermeister Roland Konter per Handschlag verpflichtet werden.

Der untere Teil der Stützmauer und der obere Teil der Treppe sind die dicksten Brocken der Baumaßnahme, zu der auch die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes mit neuem, der Fassade des Gotteshauses farblich angepasstem Natursteinpflaster gehört.

„Da hat die Denkmalpflege ein Wörtchen mitzureden und wir müssen auch die Baumaßnahme der Ortsdurchfahrt berücksichtigen“, macht Konter klar, denn dort wo im nächsten Jahr gebaut werden soll, ist es eng und Baufahrzeuge sollten nicht den Straßenbauern in die Quere kommen.

Der Weg um die Kirche herum zum Friedhof wird stufenlos gestaltet. Von Asphalt nimmt man hier Abstand. „Es darf keine Rutschbahn entstehen“, mahnt Ausschussmitglied Bernd Koewenig. Planer Baumann hat Kosten von 519 000 Euro errechnet. 511 000 Euro davon wurden von der Landesregierung als zuschussfähig anerkannt. 49 Prozent davon fließt als Zuschuss aus dem Investitionsstock nach Trassem.

Gewünscht ist auch ein kleiner Wendeplatz für Autos, wenn Menschen mit Beeinträchtigung die heilige Messe besuchen möchten und dabei möglichst nahe an die Kirche gefahren werden sollten. Neben dem Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege liegen jedoch noch zwei Einzelgräber von Kriegsopfern, deren Kreuze in die Gedenkstätte integriert werden könnten. „Da müssen wir erst das Einverständnis der Angehörigen einholen“, sagt der Ortschef.

So stellt sich Architekt und Planer Udo Baumann das Kirchenumfeld in Trassem vor. Foto: Herbert Thormeyer

Ein zweiter Besichtigungspunkt war die 30 Jahre alte Knüppelbrücke über den Sprengelbach, wo ein großer Teil des Geländers fehlt und die auch sonst keinen sicheren Eindruck mehr macht. Hier will laut Bernd Koewenig der Verein Bürger für Trassem helfen: „Wenn wir das Holz bekommen, bauen wir die Brücke neu.“ Hier muss aber der Grundstückseigentümer sein O.K. geben. Der Forst wird gebeten, das Holz dafür aus dem Wald zu liefern. Die Ortsgemeinde ist verpflichtet, die Fußgängerbrücke regelmäßig auf ihre Sicherheit zu überprüfen.

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