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Dorferneuerung: Eine neue Mitte für Wasserliesch

Dorferneuerung : Eine neue Mitte für Wasserliesch

Der Brunnen muss weg, weil die Sanierung zu teuer ist: Ortsgemeinderat bringt die Planung für die Gestaltung des Marktplatzes und den Zuschussantrag voran.

Die Gestaltung des Marktplatzes war ein Thema bei der Wasserliescher Dorfmoderation. Das Sorgenkind ist der Brunnen, der 1990 von Steinmetz Rainer Wagner geschaffen wurde. „Wenn der voll aufgedreht wird, bildet sich auf dem Platz eine Pfütze mit mehr Wasser als im Brunnen“, beschreibt Ortsbürgermeister Thomas Thelen das Problem. Damit das Kunstwerk überhaupt als Brunnen erkennbar ist, wurde das Wasser im Sommer nur minimal aufgedreht.

Zu lange warten kann Wasserliesch jedoch nicht mit der Platzgestaltung, denn 2021 läuft die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde aus, und damit ist das Dorf von der Bevorzugung bei Zuschüssen wieder abgeschnitten.

Jetzt entschied der Ortsgemeinderat: Der Brunnen muss weg. Nach der Vorstellung von Planerin Rosa Vollmuth aus Kanzem kommen an seine Stelle drei Wasserdüsen, unter deren Fontänen Kinder im Sommer ihren Spaß haben sollen. „Außerdem müssen Bäume ersetzt werden, die unter Sonnenbrand leiden und deshalb nicht mehr standfest sind“, erklärt Vollmuth-Mitarbeiterin Silke Engel.

Besser nutzbar wird der Platz auch durch die Erweiterung der Bühne am Markttreff. Es soll ein Platz von hoher Aufenthaltsqualität werden, wo schöne Feste gefeiert werden können, weil dafür ja ohne Brunnen auch mehr Platz ist. Die Kosten hat die Planerin mit 230 519 Euro errechnet. 60 Prozent davon sollen aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes kommen.

 So soll der Dorfplatz nach den Vorstellungen der Planerin Rosa Vollmuth einmal aussehen. Repro: Herbert Thormeyer
So soll der Dorfplatz nach den Vorstellungen der Planerin Rosa Vollmuth einmal aussehen. Repro: Herbert Thormeyer Foto: Herbert Thormeyer

Auf einen Spielplatz hinter dem Sanitärgebäude wird vorerst verzichtet, denn im Hang zur Bahn hin werden Bodendenkmäler aus römischer Zeit vermutet. „Niemand weiß, ob und wann da gegraben wird“, begründet das der Ortschef. Bei einer Enthaltung der Planerin Vollmuth, die auch Ratsmitglied ist, wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, der zunächst zum Zuschussantrag führt.