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Eine Philosophie, von der man satt wird

Eine Philosophie, von der man satt wird

Naturnahe Freizeitgestaltung und Abschalten vom Alltagsstress , das sind zwei elementare Gründe, warum sich einige Angler aus Serrig im Jahr 1979 zu einem Verein zusammengeschlossen haben. Mittlerweile blicken sie auf eine dreißigjährige Geschichte zurück.

Serrig. (dt) Nach Anfängen am Teich des hoch über dem Dorf gelegenen Weingutes "Schloss Saarstein" der Familie Ebert mit dem Gründungsvorsitzenden Theo Reinsbach ist der Angel-Verein seit 1985 stolzer Besitzer einer Weiheranlage. Diese liegt idyllisch im Wald etwas außerhalb von Serrig und wird vom sauberen Wasser eines Bachlaufes gespeist. Dort fand ein Jugendangeln statt, mit dem die Serriger Sportfischer bei den Jugendlichen des Dorfes das Interesse am Angelsport, am Naturerlebnis und dem damit verbundenen Naturschutzgedanken wecken wollten. Die traditionelle Veranstaltung stand in diesem Jahr im Zeichen des 30-jährigen Bestehens des Vereins, und so fanden sich zahlreiche Gratulanten ein, die natürlich auch von den selbst zubereiteten Fischspezialitäten - bekannt vom Serriger Weinfest und "Saarpedal"- probieren konnten. "Manche Leute ekeln sich davor - für mich ist das normal", meint Jungangler Nicolas Safavi, als er seinen Fang versorgt. "Es gehört doch dazu, dass man die Fische auch ausnimmt, die man gefangen hat und essen will." Das unterstreicht auch Jörg Wagner, der erste Vorsitzende des Angelsportvereins ASV Serrig 1979. "Wir versuchen unserem Nachwuchs ein gesundes Verhältnis zur Natur nahezubringen, dann gehört auch das eben dazu."

Ehrenamtliches Engagement



Ehrenamtliches Engagement ist für die Serriger Angelfreunde selbstverständlich, das schmucke Vereinsheim wurde in Eigenleistung erbaut, und über das Jahr kommen viele Stunden zusammen, die nicht beim Fisch, sondern bei Arbeitseinsätzen verbracht werden, damit die Weiher-anlage in tadellosem Zustand bleibt. Dadurch können auch die Mitgliedsbeiträge auf einem niedrigen Niveau bleiben. "Ich verbringe viele Stunden hier in der Natur, ohne meine Angel auszuwerfen, das ist auch ein tolles Erlebnis", sagt einer der Petrijünger und bringt damit zum Ausdruck, dass das "Beutemachen" nicht alles ist, was so manchen an an den Serriger Bach treibt. Die Besucher des Weiherfests sahen dies ein wenig anders und freuten sich über die gebackenen Forellen und einen guten Schoppen Serriger Wein.