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Eine "schnuckelige" Einkaufsstadt

Eine "schnuckelige" Einkaufsstadt

Hochwälder Frühlingsmarkt mit verkausfoffenem Sonntag in Hermeskeil: Das Kombi-Angebot des Hochwald Gewerbe Verbandes hat gute Noten erhalten.

Lisa ist begeistert von den schönen Puppen, die es am Stand von Rüdiger Hahn gibt. Der Händler aus Veitsrodt bietet beim Frühlingsmarkt in Hermeskeil fair gehandelte Ware an. Foto: Ursula Schmieder (urs) ("TV-Upload Schmieder"

Hermeskeil Offene Geschäfte und davor Stände mit vielfältigem Angebot: Bei den Besuchern des siebten Hochwälder Frühlingsmarktes mit verkaufsoffenem Sonntag kam das gut an. Mancher nahm für das vom Hochwald Gewerbe Verband (HGV) geschnürte Paket eine weitere Anfahrt in Kauf. Lydia Schönhofen und Annegret Denis aus Schweich kommen öfter nach Hermeskeil. Die Stadt mit ihren "persönlichen Geschäften" sei so "schön schnuckelig klein". Ebenso schätzt Ursula Nicolay aus Kell Angebote und Service. Sie habe heute hier ihre neue Brille abgeholt: "Und nun gehen wir noch ein bisschen rund und was Gutes essen." Gut gelaunt bummelte auch Florian Kann durch die Fußgängerzone. Schön sei das schöne Wetter, das vor allem den Ausstellern nur zu gönnen sei. Der Hermeskeiler Wehrführer freute sich aber auch für Helfer wie Aktive des Karnevalvereins Ruck-Zuck. Da der Einkaufssonntag dieses Mal in die Feier der Hexennacht mündete, grillten sie auf dem Platz vor dem Rathausplatz. Yes Angels, Sportverein und Feuerwehr, die sich sonst mit der Aktion abwechseln, konnten pausieren. Die Wehr laut Kann aber nur bedingt: "Wir sind ja die Maibaumbeauftragten."
Dass dank des Frühlingsmarktes ein bisschen mehr als bei reinen verkaufsoffenen Sonntagen geboten wurde, findet Bernd Neisen aus Gusenburg gut: "Da haben alle etwas davon." Der von der Landesregierung nun vorgeschriebene besondere Anlass für offene Türen am Sonntag (der TV berichtete) wird von Händlern aber unterschiedlich gesehen, wie eine Umfrage zeigte (siehe unten). Für Standbetreiber, ob im Haupt- oder Nebenerwerb, sind Märkte wie in Hermeskeil wichtig. Heike Schuh aus Zemmer-Rodt verkaufte dort etwa Filz-Schultüten, Rüdiger Hahn aus Veitsrodt fair gehandelte Produkte. Damit bereicherten sie mit insgesamt zwei Dutzend Ausstellern das Angebot der in der Fußgängerzone ansässigen Geschäfte. Und das ist aktuell vielfältig, wie allein in den jüngsten Jahren eröffnete Geschäfte beweisen. Darunter eine Buchhandlung und ein Blumenfachgeschäft sowie Schreib- und Spielwaren, die aus der Koblenzer Straße herzogen. Die Bilanz des HGV fällt durchweg positiv aus. Der Sonntag sei sehr gut besucht gewesen, freut sich Stefanie Schömer. Auch die Einzelhändler seien sehr zufrieden: "Das Wetter hat toll mitgespielt, und die Band Big Notes hat für eine tolle Stimmung gesorgt." Hinterher sei zudem weiter gefeiert worden bei der Hexennacht am Rathausplatz.