Eine Schule mit Zukunft

Zahlreiche Schüler und Eltern aus dem Einzugsgebiet der Regionalen Schule Kell am See/Zerf hatten das Angebot wahrgenommen, um sich anlässlich des Infotages vor Ort über die Schule zu informieren.

Die im Chemie- und Physiklabor vorgeführten Versuche fanden bei Schülern, Eltern und Besuchern großen Anklang. TV-Foto: Hans Muth

Kell am See. "Wir haben uns Mühe gegeben, um bei den Jungen und Mädchen der umliegenden Grundschulen Lust auf Schule zu wecken", informierte Alfons Bonerz, Schulleiter der der Regionalen Schule Kell am See/Zerf (RGS). Er setzte an diesem Tag alles daran, "seine Schule" besonders im Hinblick auf die 2009/10 beginnende Schulreform als ein zukunftsfähiges Schulmodell der Sekundarstufe 1 darzustellen.Bonerz stellte die Grundzüge der Regionalen Schule als ein integriertes Schulsystem dar, das zwei Abschlüsse unter einer Schulform anbietet: die Mittlere Reife nach Abschluss der Klassenstufe 10 der Realschule und die Qualifikation der Berufsreife nach Abschluss der Klassenstufe 9 der Hauptschule. Dieses Modell sei fast identisch mit dem kommenden Modell der kooperativen Realschule (der Zusammenschluss von Haupt- und Realschule), die nach der zwingend vorgeschriebenen gemeinsamen Orientierungsstufe nach der Klassenstufe 7 in den Realschul- und Hauptschulbereich trennt. Das sei genau das System, das im Raum Kell- Zerf schon seit 1999 vorgehalten werde. "Die Durchlässigkeit in diesem Schulsystem, das heißt ein möglicher Wechsel vom Hauptschul- in den Realschulbereich und bei Schulproblemen auch umgekehrt, ist bis zur Klassenstufe 9 noch ohne Schulwechsel möglich."Schulsystem bietet neue Perspektiven

Diese Möglichkeit bedeute für einige Schüler eine erhöhte Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn, insbesondere in einer überschaubaren kleineren Schule auf dem Lande, die keinesfalls weniger leistungsfähig sei.Die Vertrautheit und enge Verbundenheit in einer kleineren Schule schätzten auch die beiden ehemaligen Absolventen der RGS Kell/Zerf, Patrick Schirmer aus Mandern und Aline Bohr aus Schillingen: "Wir haben uns nie allein gelassen gefühlt." Die beiden ehemaligen Schüler stehen zurzeit mitten im Abitur. Schirmer am Wirtschaftsgymnasium mit Berufsziel eines Studiums der Wirtschaftsinformatik und Bohr am Gymnasium für Gesundheit und Soziales mit dem Berufsziel Lehramt.Im Verlauf des Vormittags hatten die Eltern Gelegenheit, sich über die Bildungskonzeption der Schule, die in Rheinland- Pfalz als eine der möglichen Schulformen zur Erlangung des Mittleren Abschlusses fest im Schulgesetz installiert ist, beraten zu lassen. "Qualifizierte Schulausbildung mit den Angeboten der Mittleren Reife oder Berufsreife ist nicht davon abhängig, ob sich die Schule in der Stadt oder auf dem Land befindet", stellte Bonerz zufrieden fest. Der bevorstehenden Schulreform könne man in Kell- Zerf gelassen entgegen sehen.