Eine Zeit der Veränderung
Vor genau 40 Jahren begann erstmals der Unterricht an der damals neuen Schule in Zerf. Das Jubiläum soll am 2. Juni mit einem Festakt in der Schulturnhalle gebührend gefeiert werden.
Zerf. (hm) "Das Beste und nur das Beste den Kindern unserer Gemeinden." Das war laut Chronik der Zerfer Schule der Grundgedanke der acht Ortsbürgermeister im Einzugsbereich der Grund- und Hauptschule Zerf bezüglich der Grundsteinlegung des Baus der Mittelpunktschule im Jahr 1965. Diese nahm den Unterricht im August 1967 mit neuen Lehrern auf.Jetzt feiert die Schule in Zerf ihr 40-jähriges Bestehen. An der Feier am 2. Juni nehmen ehemalige Schüler und deren Lehrer, die in den vergangenen 40 Jahren in dieser Schule gearbeitet haben, teil.Immer wieder neue Namen
"Wenn die Damen und Herren heute diese Schule besuchen, werden sie ihre Schule von damals vom inneren Schulbetrieb und von den Einrichtungen her kaum mehr wiedererkennen", glaubt Rektor Alfons Bonerz. Schon an den Änderungen der Schulbezeichnungen von der Mittelpunktschule über Grund- und Hauptschule bis zur heutigen Grund- und Regionalen Schule sieht man, welche Wandlungen und Entwicklungen diese Schule in den zurückliegenden 40 Jahren erfahren hat."Neue Schulen machen besseren Unterricht möglich, und besseren Unterricht brauchen unsere Kinder, wenn wir die gute wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes fortsetzen wollen." Das sagte der damalige Minister für Unterricht und Kultus, Bernhard Vogel, 1968 im Grußwort zur Einweihung der Zerfer Schule. "Die heutige Schule hat gemeinsam mit der Hauptschule Kell am See die berechtigten Forderungen nach individueller Förderung konsequent fortgesetzt", informiert Bonerz. "Die Schulstandorte Kell und Zerf mit der gemeinsamen Regionalen Schule waren schon mal miteinander verheiratet. Mit der Gebietsreform 1970 schlug die Bezirksregierung vor, aus der Hauptschule Zerf und der Oberstufenschule Kell eine gemeinsame Hauptschule zu bilden." Mit der Bildung der Verbandsgemeinde Kell im Zuge der Verwaltungsreform von 1970 ergab sich in der neuen Verbandsgemeinde die Notwendigkeit schulpolitischer Neuordnungen. Nach schwierigen Verhandlungen habe man sich auf einen gemeinsamen Namen der beiden Schulen geeinigt: Hauptschule Zerf-Kell. Die Verbandsgemeinde Kell wurde Schulträger der neu zu errichtenden Hauptschule. "Am 1. August 1976 hatte die ,Zwangsehe' zwischen den Hauptschulen Kell und Zerf vorbehaltlich ausreichender Schülerzahlen an beiden Standorten ein Ende", sagt Bonerz. "Durch Verfügung der Bezirksregierung nahmen beide Schulen als eigenständige Hauptschulen ihren Unterrichtsbetrieb wieder auf."Die Schülerzahlentwicklung an den Schulstandorten Kell und Zerf war im historischen Rückblick Anlass für schulorganisatorische Veränderungen, auch 1999 bei der Gründung der Regionalen Schule Kell-Zerf. 1968 besuchten 484 Schüler die Grund- und Hauptschule Zerf. Im Jahre 1980 betrug die Schülerzahl nur noch 299. Sie sank weiter im Grundschulbereich auf 53 Kinder im Schuljahr 1985/86 und im Hauptschulbereich auf 108 Schüler. Heute werden allein am Standort Zerf 340 Schüler, davon 107 Grundschüler, unterrichtet und in der Orientierungsstufe in Kell am See nochmals 113. Die Gesamtschülerzahl beträgt 453.Die Feier zum Jubiläum finden am 2. Juni in Zerf in der Schulturnhalle ab 9.30 Uhr statt. Es werden Präsentationen in den einzelnen Räumen vorgestellt, die Band "Realplay" wird am frühen Abend auftreten.