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Einen Euro pro Runde auf dem Ringweg

Einen Euro pro Runde auf dem Ringweg

Mit der Motivation, möglichst viel Geld für die Gestaltung des Rascheider Ringwegs zu erwandern, sammelten 250 Menschen möglichst viele Ringweg-Runden. Die Route soll mit Bäumen, Sträuchern und Ruhebänken verschönert werden.

Rascheid. (doth) Sie wanderten, radelten, spazierten, kamen mit Inline-Skates, Kinderwagen, Rollstühlen, ja sogar mit Rollatoren, mit Kindern und Hunden: Rascheider und Wanderer aus der Region folgten dem Aufruf des Fördervereins "Rascheider Ringweg" mit möglichst vielen Runden auf der 2,7 Kilometer langen Trasse, möglichst viel Geld für dessen Gestaltung zu sammeln.

Die Volksbank Hochwald- Saarburg e.G. spendete für jede geschaffte Runde einen Euro. Und es hat sich gelohnt: Am Ende der Wanderaktion verkündete die Fördervereinsvorsitzende Martina Eiden- Marx den stolzen Betrag von 1027 Euro. "Das sind umgerechnet fast 2800 Kilometer", so die Ringweg-Aktivistin.

Auf die Ausmaße einer Landkarte umgerechnet, umfasst diese Strecke einen Radius, der Island und den Westen der Türkei einschließt.

Acht Ruhebänke hatten sich die Initiatoren am Aktionstag von einem örtlichen Holzgestaltungsbetrieb ausgeliehen. Leider mussten diese wieder abgegeben werden.

Informationstafeln sollen den Weg säumen



Die Gestaltung des alten Weges zu neuem Glanz läuft im Zuge einer Flurbereinigung. "Die Ortsgemeinde kauft Flächen, wo Bäume, Sträucher und Bänke hinkommen. Der Förderverein sammelt dafür Geld", erklärte Martina Eiden-Marx. Besonders das Aussichtsplateau, von dem aus 13 Dörfer des Umkreises zu sehen sind, hat es dem Förderverein angetan. Hier soll auch eine Panoramakarte mit Erklärungen aufgestellt werden.

Weitere Infotafeln kommen an alte Wegekreuze und die Kapelle der heiligen Anna, der Schutzpatronin Rascheids. Ferner sollen die späteren Nutzer über das Höhenprofil informiert werden und Kinder sich an einem "Rohrtelefon" erfreuen.

Weitere Aktionen, wie ein Dorfflohmarkt beim Oktoberfest des Musikvereins, eine Martinsgans-Verlosung oder im Winter eine Schneebar, sollen folgen.

"Im Zuge der Flurbereinigung werden weitere Wege gebaut", freut sich Eiden-Marx. Eine kleine Ringschleife komme noch hinzu. Bauen könne man jedoch erst nach der Flurbereinigung 2012.

Marlene Wagner (49) aus Rascheid sieht in der Aufwertung des Wanderweges vor allem den touristischen Aspekt: "Da kommen bestimmt viele nach Rascheid." Erich Alt (43) aus Hermeskeil ist sportlicher Nutzer und sich sicher: "Das macht den Ringweg im weiten Umkreis bekannter."