Einfühlsamer Abend voller Poesie

Einfühlsamer Abend voller Poesie

Das Serenadenkonzert im Friedhofsgarten übertraf alle Erwartungen: Beinahe wurden die Gläser knapp.

Kanzem (red) Damit hatten die Organisatoren wirklich nicht gerechnet: 170 Besucher strömten zu einem Serenadenkonzert in den Philosophischen Friedhofsgarten nach Kanzem. Sowohl die Ortsgemeinde Kanzem als Veranstalter wie auch die Initiatoren des Konzertes zeigten sich von der Anziehungskraft dieses Konzertes überrascht: zusätzliche Sitzgelegenheiten mussten beschafft werden, Wein und Gläser wurden knapp.
Der Abend begann vielversprechend: Manche Erfahrungen, manche Begegnungen hinterlassen Spuren: Pianistin Christine Reles, die unmittelbar in der Nähe des Philosophischen Gartens lebt, übersetzte ihre Erlebnisse in tief empfundene Texte und Melodien voller Lebendigkeit und Sensibilität. Sie sang in deutscher und französischer Sprache und spielte Klavier. Eine der Höhepunkte ihrer Darbietungen war eine Hommage an eine inzwischen gestorbene Nachbarin, die vor mehr als zwölf Jahren den Anstoß zum Bau dieses Gartens gegeben hatte. Peter Kasper begleitete die Künstlerin einfühlsam und dynamisch am Kontrabass.
Im zweiten Teil interpretierte die 18-jährige Gymnasiastin Inessa Werle aus Konz munter und furios irisch-englische Folklore auf Klarinette und Querflöte, am Klavier begleitet von Günter Frentzen. Nach der Pause trat Jürgen Trunczik, Liedermacher aus Kanzem, auf. Besinnliche Momente hielt Trunczik mit seinen Geschichten fest und zeigte dabei seine kritische wie auch ironische Seite. Mit Reinhard Meys "Gute Nacht, Freunde" ging ein überaus stimmungsvoller Konzertabend zu Ende.