Einkaufen im Kürbiskerzenschein

Bummeln und plaudern in gemütlich-gruseliger Atmosphäre: Das ist das Ziel des Halloween-Nacht-Shopping in Saarburg. Am Donnerstagabend nutzten das wieder viele Kunden der Innenstadtläden.

Saarburg. Wenn Grabkerzen auf Fenstersimsen flackern, wenn sich Spinnen und Totenköpfe zwischen Dessous im Schaufenster tummeln, wenn gruselige Gestalten den Weg zum Eingang weisen, wenn dicke Spinnweben und leuchtende Kürbisgesichter die Straße säumen, dann ist es wieder soweit: Es ist Halloween-Nacht-Shopping in Saarburg.

Zum vierten Mal hat diesen Abend der Arbeitskreis Ideen und Konzepte (Iko) des Saarburger Gewerbeverbands organisiert - am Donnerstagabend waren die Geschäfte in der Innenstadt bis 22 Uhr geöffnet. Das nutzten viele Kunden zum Bummeln. Auch die Restaurants und Cafés waren teilweise ordentlich gefüllt - bei Temperaturen knapp über zehn Grad wagte sich der ein oder andere sogar noch auf einen Terrassenstuhl und lauschte dem Rauschen des angeleuchteten Wasserfalls.

Die Einzelhändler schätzten die Kundenfrequenz durchaus unterschiedlich ein, von "hier ist fast so viel los wie an einem verkaufsoffenen Sonntag" bis zu "die letzten Jahre war mehr los."

Kürbissuppe sorgt für die Stärkung zwischendurch



"Die Leute kommen vor allem gucken", bestätigt Martina Tatsch-Reuter von Tinas Wäschemode. "Aber es geht ja heute auch darum, die Kunden zu verwöhnen." Auch kulinarisch mit Kürbissuppe - in vielen Läden gehört das beim Halloween-Nacht-Shopping dazu.

"Die Stimmung ist gut, die Leute sind gut drauf, aber es ist ein bisschen weniger los als in den Vorjahren", erzählt Ilka Werhan, eine der Inhaberinnen von "Carpe Diem" am Buttermarkt. Dennoch ist sie zufrieden. "Es gibt ganz viele, die an einem Tag wie heute nur schauen und dann ein paar Tage später in Ruhe noch einmal vorbei kommen und kaufen."

Besonders gut kam, wie schon in den vergangenen Jahren, das Schätzspiel an. Dabei mussten die Kunden in verschiedenen Geschäften eine bestimmte Schätzaufgabe lösen - etwa die Größe eines BHs, der im Wäscheladen im Schaufenster hing. Das hat auch Tina Haan gerade getan. "Ich habe auch schon letztes Jahr beim Spiel mitgemacht", sagt die Elfjährige und füllt ihren Gewinnspielzettel im Wäscheladen weiter aus.

"Wir wollen, dass die Leute einen gemütlichen Abend haben, sich mit Freunden treffen und locker durch die Stadt ziehen", sagt Stefan Müller-Hamann. "Ich glaube, das ist uns heute wieder gelungen - was wollen wir mehr?"

Dennoch denken die Organisatoren am Donnerstagabend schon an die nächste Auflage des Halloween-Nacht-Shoppings. "Viele sagen, sie wären froh, wenn es an einem Freitagabend stattfinden würde", sagt Petra Seiler-Kautenberger vom Iko. "Gerade Familien mit Kindern." Wenn sie demnächst mit ihren Kollegen die Bilanz des Abends ziehe, werde sicher auch dies einmal diskutiert werden.