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Einsatz für Bedürftige und Jugend

Einsatz für Bedürftige und Jugend

Die Kolpingsfamilie Kell am See hat sich einen festen Platz im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben der Ortsgemeinde Kell am See gesichert. Am Wochenende feiert die Institution, deren Mitgliederzahl inzwischen auf 165 angestiegen ist, ihr 50-jähriges Jubiläum. Ein Rückblick belegt einen an Initiativen reichen Aufstieg.

Die Liste der Initiativen innerhalb der Kolpingsfamilie ist groß. Einsatz für die Belange bedürftiger Menschen in der Heimat und in aller Welt, die Gründung einer Ju-Jutsu- einer Teakwondo- und einer Theatergruppe sowie zahlreiche karitative und kirchliche Unterfangen sind ein Teil der umfangreichen Liste. Doch der Weg dahin war lang und nicht immer eben. Im Sommer 1958 gründeten Reinhold Backes und Erich Kahn die Katholische Jungmänner- Gemeinschaft (KJG).

Doch die Jugendarbeit schlief ein, als die Älteren Familien gründeten und Nachwuchs nicht zur Verfügung stand, berichtet die Vereinschronik. 1965 beschlossen Werner Lehnen, Winfried Klaeser und Hermann Lehnen die Gründung der heutigen Kolpingsfamilie. Ein Jahr später fand die Gründungsfeier statt. "Zum ersten Vorstand gehörten Pastor Hubert Rottländer, Erich Kahn, Georg Keil und Karl-Josef Endres. Jungkolpingleiter war Werner Lehnen und als Gruppenleiter fungierten Albert Waschbüsch, Winfried Klaeser und Hermann Lehnen", sagte Dühr dem Trierischen Volksfreund. "Die Gründung entsprang einem gemeinsamen Konzept der Genannten. Ziel war es, einen gemeinsamen Weg für effektive Jugendarbeit zu finden.

Im Laufe der 50 Jahre haben wir versucht die Kolpingsfamilie in einen modernen christlichen Familienverein umzugestalten." Die Kolpingsfamilie brachte sich in das dörfliche Leben durch Weihnachtsfeiern, Jugendgottesdienste, Fußwallfahrten, Spiel in Grenzen und Quizabende nach dem Motto "Einer wird gewinnen" ein. Duhr: "Da die berufliche Bildung ein Grundpfeiler der Arbeit des Kolpingwerkes darstellt, bot die Kolpingsfamilie Kell Lehrgänge in Elektrotechnik, Physik, Mathematik und Menschenführung an. Außerdem wurden Schwimmlehrgänge angeboten mit dem Ziel, eine eigene Schwimmabteilung mit Rettungsschwimmern innerhalb der Kolpingsfamilie aufzubauen." Dies sei jedoch am Widerstand des Bezirksvorstandes der DLRG gescheitert, was dazu geführt habe, dass auf Initiative der Kolpingsfamilie eine DLRG Ortsgruppe ins Leben gerufen wurde. "Weiter wurde der Förderkreis Kindergarten St.

Michael gegründet und später eine Theatergruppe, in der Werner Herpel die treibende Kraft war und
die Gruppe immer wieder motivierte, so dass sie heute noch sehr aktiv ist und mit Begeisterung jährlich ihre Schwänke aufführt." Die Aktivitäten der KF reichten von wöchentlichen Gruppenstunden über Altkleider- und Weinflaschensammlungen über weitere zahlreiche Initiativen bis zur Durchführung von Sommerfesten und Jugendzeltlagern. Der finanzielle Einsatz für die Belange bedürftiger Menschen in der Heimat und in aller Welt sind besonders zu erwähnen. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 80 000 Euro wurden in verschiedene Projekte investiert.

Regelmäßige Spenden gehen auch immer an den sogenannten "Marathonmann" Bruder Lothar Wagner von den Salesianern für dessen Straßenkinderprojekte in Sierra Leone. "Seit 2014 nimmt unser Pfarrer Kai-Georg Quirin das Präsesamt wahr." Derzeit hat die Kolpingsfamilie Kell 165 Mitglieder.Extra

Das Fest beginnt am Samstagabend im Pfarrgarten mit einem Open Air Festival und den Livebands Just the way it is und Ohrwurm. Der Sonntag steht im Zeichen der Familie. Nach einem festlich gestalteten Gottesdienst spielt der Musikverein Concordia zum Frühschoppen auf. Ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Tanz, Sport und Musikeinlagen wird am Nachmittag alle begeistern. Daneben gibt es ein Rahmenprogramm für die ganze Familie. hm