Einspruch, Herr Spies

Zur Diskussion um einen Mobilfunkmast in Reinsfeld:

Erleichtert und zuversichtlich haben wir im Trierischen Volksfreund lesen können, dass der Reinsfelder Rat die Entscheidung über den Bauantrag des E-Plus-Mobilfunkmastes am alten Sportplatz in Reinsfeld vertagt hat. Wir können jedoch nicht alle Ausführungen, die in diesem Artikel von Herrn Spies gemacht werden, unwidersprochen lassen. Er meint hier unter anderem, dass E-Plus bei einer Ablehnung möglicherweise auf privates Gelände ausweichen würde. Wie ihm bekannt sein müsste, schreibt der Gesetzgeber seit dem Jahr 2001 dem Betreiber solcher Anlagen vor, dass mit den jeweiligen Kommunen Einvernehmen zu erzielen sei. Der Reinsfelder Rat fasste daraufhin einen Grundsatzbeschluss, der Funkmasten im Ort nicht mehr zulässt. Somit steht fest, dass E-Plus nicht willkürlich Funkmasten auf privatem Gelände errichten darf. Wohl um sein Vorhaben, den Bau eines Mobilfunkmastes am alten Sportplatz, zu rechtfertigen, erzeugt Herr Spies mit derartigen Aussagen Ängste in der Bevölkerung. Gleichzeitig wirft er in der Presse der Bürgerinitative vor, diese würde durch die Aufklärung Angst schüren. Zitat: "Denn Sie alle wissen, dass Angst Krankheiten verursachen kann. Letztlich ist es so: Angst macht krank." Ferner ist Herr Spies der Meinung, dass eine weitere Info-Veranstaltung nur dazu führen würde, dass sich die Fronten weiter verhärten und der Dorffrieden leiden würde. Andererseits sagt Spies jedoch: "Es war und ist für mich eine Selbstverständlichkeit, Ihre Wünsche und Anregungen mit in die Entscheidungen im Gemeinderat einzubinden." Was, so fragen wir uns, hat Herr Spies dann gegen eine Bürgerversammlung, die ja lediglich der Aufklärung dient, einzuwenden? Wie sich zudem zwischenzeitlich herausstellte, geht es E-Plus in erster Linie darum, die B 407 bis Morbach auszuleuchten. Welchen Nutzen haben davon die Reinsfelder Bürger, außer einer erhöhten Strahlenbelastung und dem eventuellen damit verbundenen Gesundheitsrisiko; 1 800 Euro Pacht pro Jahr in die Gemeindekasse und zwei Handys für die Gemeindearbeiter? Begrüßt haben wir, dass die OWL Port und die CDU-Fraktion im Sinne der Bürger entschieden haben. Hierfür möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bei diesen Fraktionen bedanken. Abschließend möchten wir alle interessierten Bürger bitten, sich bei der Bürgerversammlung zu informieren, deren Termin in nächster Zeit bekannt gegeben wird. Theresia Spies und Martha Lehnen, Reinsfeld (Beide Autorinnen sind in der Bürgerinitiative gegen den Mobil-Funkmast aktiv)

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