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Einstimmigkeit nach Sitzungsunterbrechung

Einstimmigkeit nach Sitzungsunterbrechung

In der letzten Sitzung mit Ortsbürgermeister Manfred Rommelfanger war das Neubaugebiet Schulstraße II Diskussionspunkt mit einstimmigem Votum im Zerfer Gemeinderat. Nach 23 Jahren muss Rommelfanger aus gesundheitlichen Gründen gehen.

Zerf. Es war die letzte Gemeinderatssitzung, die Ortsbürgermeister Manfred Rommelfanger geleitet hat. Nach 23-jähriger Amtszeit legt Rommelfanger sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zum Monatsende nieder. Bereits am kommenden Samstag, um 18.30 Uhr, verabschiedet der Gemeinderat seinen langjährigen Ortschef in der Zerfer Ruwertalhalle. Eingeladen hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Schon einen Tag später, am Sonntag, 1. Juni, stellt sich Dieter Engelhardt als einziger Kandidat der Wahl zum neuen Ortsbürgermeister. In der letzten Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit dem geplanten Neubaugebiet Schulstraße II. 28 600 Quadratmeter mit 36 Bauparzellen sollen nach Beendigung der kompletten Maßnahme erschlossen werden. Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt beläuft sich dann nach Errechnung durch die Ingenieurgemeinschaft IPB aus Zerf auf über 3,2 Millionen Euro. "Die Überlegung ist, den ursprünglichen Bebauungsplan in der Form, wie er vorliegt, zu realisieren und dieses Projekt an den Bauwilligen zu bringen", stellte Ortsbürgermeister Manfred Rommelfanger (SPD) seinen Standpunkt dar.
Günter Dexheimer (SPD) forderte, mit einer abgespeckten Version zu beginnen. "Wir sollten überlegen, ob wir von der vorliegenden Situation abkommen und erst einmal mit dem Bauabschnitt 4 und maximal 15 Grundstücken beginnen." Leobert Bodem (CDU) unterstützte diesen Antrag und erinnerte an die bereits diskutierte Problematik des Härtefalls. "Wir haben sehr hohe Beiträge, die über den 1. Bauabschnitt abgewickelt werden müssen. Ich habe außerdem Bedenken, dass die Grundstückskosten so hoch liegen werden, dass wir die Parzellen nicht loswerden."
Die Stimmen im Rat tendierten zu der von Dexheimer und Bodem vorgeschlagenen Lösung. Eine Sitzungsunterbrechung sollte schließlich für eine Entscheidung sorgen. Nach Aussprache in den eigenen Fraktionen entschloss sich der Rat einstimmig dafür, den Vorschlägen für eine abgespeckte Variante zuzustimmen. Das Architektenbüro soll dabei die Machbarkeit der Anschlussmöglichkeiten überprüfen. hm