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Endspurt auf der Saargau-Baustelle

Endspurt auf der Saargau-Baustelle

Die Bauarbeiten an der K 124 zwischen Kahren und Fisch dauern schon fast ein Jahr. Noch etwa sechs Wochen müssen Pendler und Saargau-Bewohner warten. Dann ist die Straße voraussichtlich fertig.

Saarburg-Kahren/Fisch. So langsam, aber sicher wird es von vielen herbeigesehnt, das Ende der Baustelle auf der Kreisstraße 124 bei Kahren. Schließlich verwehren die rot-weißen Absperrbaken seit fast einem Jahr die Durchfahrt. Seitdem müssen Luxemburg-Pendler, Schul- und Kindergartenbusse sowie Saargau-Bewohner einen Umweg fahren (der TV berichtete), weil 2,7 Kilometer Straße ausgebaut werden.
Auch die Hosteberg-Bewohner stören sich an der Dauerbaustelle: John Geerdink, der Betreiber des Restaurants auf dem Hosteberg, erzählt, dass weniger Kunden kommen, seitdem die Baustelle da ist. "Viele, die etwa aus Luxemburg oder von der Obermosel kommen, finden den Weg gar nicht richtig oder sagen, sie kommen erst wieder, wenn die Baustelle fertig ist." Er habe bereits darauf aufmerksam gemacht, dann seien zusätzliche Schilder angebracht worden, dass der Hosteberg zugänglich sei. "Die sind aber sehr klein", bedauert Geerdink.
Bis Ende April müssen sich Geerdink und alle anderen noch gedulden. Dann soll der Straßenausbau voraussichtlich abgeschlossen sein. Das bestätigt der Landesbetrieb Mobilität Trier (LBM) auf Anfrage.
Asphaltarbeiten stehen noch aus


"Die Strecke von Kahren bis zur Einmündung der K 112 Richtung Körrig ist fast komplett fertig gestellt", sagt Ralf Reger von der Masterstraßenmeisterei Hermeskeil. Auf einer Länge von 250 Metern fehlen auf diesem ersten Bauabschnitt noch der Asphalt und die zweite Schicht der Seitenstreifen.
Von der Kreuzung bis Alterhof sind Asphalttragschicht und Entwässerungsmulden sowie die Kanalsanierung fertig. Auch dort fehlen unter anderem noch die zweite Schicht der Seitenstreifen und die Asphaltdecke. Außerdem werden noch Rasengittersteine in der Kurve gebaut, Zäune gesetzt und die Zufahrten fertiggebaut.
An der K 112 Richtung Mannebach wird noch ein Durchlass saniert, auch dort sind noch Asphaltarbeiten zu machen.
Anfang April vergangenen Jahres rückten Bagger der ehemaligen Buckelpiste zu Leibe. Die Straße wurde auf 5,50 Meter verbreitert und musste deshalb teilweise komplett neu aufgebaut werden.
Außerdem ist die Kreuzung der beiden Kreisstraßen entschärft worden. Dazu wurde die Fahrbahn tiefer gelegt. Damit soll dieser Abschnitt sicherer werden - in der Vergangenheit gab es dort wegen der schlechten Sichtverhältnisse in Richtung Kahren immer wieder Unfälle.
Obwohl die Arbeiten vom 23. Dezember bis zum 26. Februar eingestellt wurden, weil es zu kalt war, widerspricht Ralf Reger dem Eindruck vieler Bürger, dass sich die Arbeiten an der Straße verzögert hätten. "Wir wären ohnehin erst jetzt an die Mischarbeiten gegangen." Sprich: an die Asphaltarbeiten, für die das Gemisch, das als Straßenbelag aufgetragen wird, erst zusammengemixt wird.
Der Ausbau der Kreisstraße kostet insgesamt 1,7 Millionen Euro. Das Land zahlt davon einen Großteil (1,1 Millionen Euro). Für die restlichen Kosten kommt der Landkreis Trier-Saarburg auf.