Endspurt in der Bahnhofstraße

Der rund 574 000 Euro teure Ausbau der Konzer Bahnhofstraße zwischen Schillerbrücke und Konstantinstraße soll im November abgeschlossen sein. In dieser Woche wurden die Tiefbauarbeiten in diesem Bauabschnitt beendet, die Neugestaltung der Straße kann beginnen.

Konz. "Das Wetter in diesem August hat nicht immer mitgespielt. Die Arbeiten wurden dadurch deutlich beeinträchtigt", sagt Thomas Adler, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Konzer Verwaltung. Dem können Jürgen Thelen und Michael Wagner von der beauftragten Firma Elenz nur beipflichten. Dennoch sind sie guter Dinge, denn hinter ihnen unterhalb der Schillerbrücke vollziehen mehrere Elenz-Mitarbeiter per Bagger und Frontlader gerade den letzten Akt der Tiefbauarbeiten, die dem Straßenausbau vorausgehen.
Anfang April hatten die Arbeiten im Untergrund begonnen. Erneuert wurden dabei Abwasser- und Versorgungsleitungen und teilweise auch die Hausanschlüsse. Auftraggeber waren die Verbandsgemeindewerke, die Stadtwerke Trier und die Telekom.
"Ab sofort beginnt im Auftrag der Stadt Konz der Straßenausbau zwischen Brücke und Konstantinstraße", erklären die Bauleute.Schlammige Wüste


Noch präsentiert sich dieser Straßenabschnitt entlang des Bahngeländes als schlammige Baustellenwüste. Doch in etwa zehn Wochen soll dort nichts mehr so sein, wie es war: Die Stadt hatte von der Bahn auf der gesamten Straßenlänge einen Grundstücksstreifen neben dem Gleiskörper erworben. So erweiterte sich für die Planer vom beauftragten Büro Boxleitner der Gestaltungsspielraum zwischen der Wohn- und Geschäftsbebauung und dem Bahngelände um bis zu vier Meter. Die künftige Fahrbahn kann dadurch weiter von den Häusern weg in Richtung Bahn gerückt werden. Außerdem entstehen parallel zum Gleiskörper ein Grünstreifen und davor ein befestigter Streifen mit Längsparkplätzen. Die Gegenseite der Fahrbahn wird von einem 2,50 Meter breiten Gehweg begrenzt, hinter dem aber noch reichlich städtischer Grund bis zu den Häusern bleibt.
Die Stadt hat den Anwohnern angeboten, die städtischen Kleingrundstücke vor ihren Häusern zu erwerben. Adler: "Die privaten Vorflächen sollten dann in Teilen möglichst einheitlich gepflastert werden. Hinzu käme die Möglichkeit, dort kleine Grünanlagen einzubauen."
Die Frage, wann dieser erste Bauabschnitt fertiggestellt sein werde, können Adler, Thelen und Wagner nicht genau beantworten. Sie verweisen auf die Wetterkapriolen, gehen aber von einem Abschluss der Arbeiten im November aus.
Fast fertiggestellt sind die Anlagen des neuen Konzer Hauptbahnhofs mit direktem Zugang zu allen Bahnsteigen und zum Pendlerparkplatz auf der anderen Seite. In dieser Woche legten die beauftragten Firmen dort noch letzte Hand an, während der Bahnbetrieb schon seit einiger Zeit normal laufen kann.Extra

Die weiteren Pläne: Wann auf der Bahnhofstraße der zweite Ausbauabschnitt zwischen Schillerbrücke und Saarstraße beginnt, steht noch nicht genau fest. Dieses Sanierungsstück wird mit rund 1,1 Millionen Euro mehr als doppelt so teuer wie der erste Bauabschnitt. "Aufträge sind noch keine vergeben und die Planung ist noch nicht komplett. Vorgesehen sind zwei durch Grünstreifen getrennte Einbahn-Fahrbahnen mit Wendeplatte an der Saarstraße, Parkplätze und viel Grün. Fest steht, dass es 2015 losgeht", erklärt Tiefbauamtschef Thomas Adler. Ein I-Tüpfelchen der Planung soll der neue Standort der alten Dampflok werden: in einer Grünanlage vor dem stattlichen Mammutbaum. Die alte Zettelmeyerwalze wird die Bahnhofstraße verlassen und einen neuen Standort auf der anderen Seite der Bahn erhalten. Der letzte Akt des Gesamtprojekts ist dem privaten Investor Wolfgang Schäfer vorbehalten: Er wird das historische Konzer Bahnhofgebäude zu einem Hotel- und Restaurantbetrieb umbauen. f.k.