Engagement für den Ruwer-Radweg

BESCHEID. (jp) Der Verein "Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar" setzt sich für die Verwirklichung des Radwegs Ruwer - Hochwald auf der alten Bahntrasse ein und appelliert an die Verantwortlichen der Bahn AG, durch eine realistische Preisvorstellung endlich den Verkauf der Trasse zu ermöglichen.

Die frühere Bahnstrecke von Trier-Ruwer nach Hermeskeil ist 48 Kilometer lang und schürt seit Jahren die Vorfreude der Kommunen, durch die sie verläuft. Denn auf der alten Trasse sollen wieder Räder rollen - allerdings mit Muskelkraft betriebene Zweiräder. Doch die Finanzierung des 10,2 Millionen Euro teuren Ruwer-Radwegs steckt in einer Sackgasse - ebenfalls seit Jahren.Belastung stieg auf 511 000 Euro

Der Radweg hat keine nennenswerten Steigungen und führt die Radfahrer durch eine herrliche Landschaft, die nicht beeinträchtigt oder gar zerstört werden muss. An diesem Projekt beteiligt sind der Landkreis, die Stadt Trier und die Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell am See und Ruwer. Doch zuerst sank die Landesförderung von 85 auf 80 Prozent, was für die beteiligten Kommunen eine Mehrbelastung von 511 000 Euro bedeutet. Dann wurde der Verhandlungsstand mit der Deutschen Bahn (DB) Netz AG problematisch. Mit dieser Gesellschaft diskutiert der Landkreis über die Abstandszahlungen für die Übernahme der Unterhaltungslasten für 27 große und elf kleine Bauwerke an der alten Bahntrasse. Die DB Netz AG bietet einen Bruchteil der Summe, die der Landkreis zur Ablösung der künftigen Unterhaltungslasten haben will. Die Bauwerke sind zum Teil 100 Jahre alt. Der jährliche Unterhalt kostet 54 000 Euro, ein kompletter Abbruch zwischen fünf und neun Millionen Euro. Außerdem ist die Forderung der DB Immobilien höher als die Summe, die die DB Netz für die Übernahme der Unterhaltslasten für die Gebäude zu zahlen bereit ist. Hier setzt der Appell des Vereins "Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar" an. Die Bahn soll ihre Forderungen so gestalten, dass die Kommunen das Geschäft im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten abschließen können. Im "Forellenhof Bescheid-Mühle" blickte der Verein auf die Leistungen des vergangenen Jahres zurück. Insgesamt 2000 Arbeitsstunden seien in Wanderwege, Parkplätze, Ruhebänke, Wegweiser und die Markierung der Wanderwege investiert worden, so der Vorsitzende, Landrat Richard Groß. Die Hauptaufgabe des letzten Jahres habe in der Neumarkierung des Wanderwegenetzes und Vorbereitung der Informationstafeln bestanden. Bis auf wenige Reststücke in den Verbandsgemeinden Hermeskeil und Ruwer sei das Vereinsgebiet neu markiert worden.Nur Wanderwege anbieten, die auch genutzt werden

"Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass einige Wege, die in den Karten enthalten waren, nicht angenommen werden", so der Vorsitzende. Dies habe den Vorstand und die Mitgliederversammlung vor Jahren dazu veranlasst, ein Konzept zu verabschieden, dessen Ziel es ist, nur noch diejenigen Wanderwege anzubieten, die auch genutzt werden. "Bisher sind 116 000 Euro investiert worden", erklärte Groß Die Informationstafeln erfordern weitere 10 000 Euro. 26 000 Euro kommen vom Land, 5000 Euro von der Sparkasse Trier.

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