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Erneuerung der Hauptstraße in Krettnach

Dorfentwicklung : Bahn frei für die neue Ortsdurchfahrt durch Krettnach

Dem Neubau der Ortsdurchfahrt Krettnach wurde im Ortsbeirat Tälchen einstimmig zugestimmt. Auf insgesamt 710 Metern werden unter anderem auch neue, mindestens 1,50 Meter breite Bürgersteige angelegt.

In der ersten Sitzung des Ortsbeirats Konz-Niedermennig/Obermennig/Krettnach - kurz einfach Tälchen genannt - in diesem Jahr ging es um ein zukunftsweisendes Projekt: die Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Konzer Stadtteil Krettnach. Kernstücke der Straßensanierung sind Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, zur Verbesserung der Situation für Fußgänger und Menschen mit Behinderungen sowie die Neugestaltung der Einmündungen der Nebenstraßen.

„Die Stadt Konz ist dabei für die Straßenbeleuchtung und die Fußwege verantwortlich, der LBM übernimmt den Straßenbau“, erklärte der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Guido Wacht.

Dass die Planung für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt jetzt praktisch abgeschlossen ist, bedeutet aber nicht, dass auch sofort mit der Ausschreibung begonnen werden kann. Denn die Verkehrsführung während der Bauphase, die auf eineinhalb bis zwei Jahre angesetzt ist, muss noch abschließend geklärt werden. „Ganz wichtig ist, dass die Bauarbeiten im Ortsteil Kommlingen abgeschlossen sind, damit eine Ausweichstrecke nach Oberemmel zur Verfügung steht“, erklärte Ortsvorsteher Dieter Klever.

Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) plane noch eine Informationsveranstaltung, um auch mit betroffenen Anliegern über die Durchführung der Bauarbeiten zu sprechen. Außerdem müsse man sehen, ob noch alternative Straßenführungen zwischen Krettnach und Oberemmel ertüchtigt werden können. Die Rede ist vom sogenannten „Promille-Weg“, der auch während des Ausbaus der Landesstraße 138 vor einigen Jahren zwischen dem Tälchen und Oberemmel rege benutzt wurde.

„Die LKWs sollen auf jeden Fall weitläufig über Kanzem umgeleitet werden“, berichtete VG-Beigeordneter Wacht.

Besonders froh ist man in Krettnach, dass es zukünftig breitere Bürgersteige geben wird. „In den Einmündungsbereichen zu den Nebenstraßen werden die Bürgersteige teilweise leicht abgesetzt und erhalten einen zwei Zentimeter hohen Rundbordstein. Das bremst den Autoverkehr aus“, erläuterte Guido Wacht weiter.

Für den Ausbau der Bürgersteige muss allerdings das Haus mitsamt anliegendem Schuppen in der Hauptstraße 15 abgerissen werden. „Der Abriss wird vermutlich schon im Sommer stattfinden“, sagt Ortsvorsteher Klever. Man wolle sicher sein, dass es keine unangenehmen Überraschungen mit Schadstoffen gibt, die zu einer späteren Bauverzögerung führen könnten.

VG-Beigeordneter Wacht wies außerdem noch darauf hin, dass selbstverständlich auch die VG-Werke und Telekommunikationsunternehmen bei der Straßenerneuerung eingebunden werden: „Wenn sich genug Bürger für schnelles Internet verbindlich anmelden, werden auch Glasfaserkabel verlegt.“