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Eröffnung des Manderner Dorfladens lässt weiter auf sich warten

Eröffnung des Manderner Dorfladens lässt weiter auf sich warten

Alles Kleinigkeiten, aber in der Summe ärgerlich: Beim Dorfladen in der Manderner Schulstraße geht es nicht so recht voran, obwohl die Eröffnung schon mehrfach angekündigt war. Nun müssen mangelhafte Bauelemente ausgetauscht werden. Die Genossenschaft, die den Laden betreiben soll, steht allerdings mit schon 300 Anteilszeichnern gut da.

Mandern. Was ist nur mit dem Manderner Dorfladen los? An dem Gebäude gegenüber der Grundschule, das als neues Bürgerzentrum künftig viele Funktionen übernehmen soll, häufen sich in jüngster Zeit die Mängel. Ortsbürgermeister Tim Kohley zählte sie in der Ortsgemeinderatssitzung auf: "Die Garagentore wurden zu tief gehängt und schließen deshalb schlecht. Zwei Türen, die zum Laden führen, und ein Notausgang wölben sich - ein Materialfehler Und es fehlt noch ein Schließplan, damit bei Vermietungen von Räumen nicht jeder überall hineinkann." Die Abnahme durch den Schornsteinfeger stehe auch noch aus, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Alten fest.
Für SPD-Mann Josef Schmidt ist die Serie von Verzögerungen "langsam ein Drama", wie er mit leicht verzweifeltem Unterton feststellte. Es seien ja eigentlich alles nur Kleinigkeiten, die nachgebessert werden müssten, relativierte Ortschef Kohley, der nach eigener Aussage auch sehnsüchtig auf die Ladeneinrichtung wartet. Die Eröffnung, die eigentlich für Anfang/Mitte Dezember geplant war, soll nun nach Stand der Dinge Mitte März erfolgen, so schätzte es Kohley ein. Schneller soll es dagegen mit der Gründung der Genossenschaft gehen, die den Laden betreiben wird.
"Bislang haben wir 300 Anteilseigner gewinnen können und sind damit schon sehr zufrieden", sagte der Ortsbürgermeister und nannte mit dem 17. Januar ein konkretes Gründungsdatum. Wer noch Gründungsmitglied werden wolle, könne bis dahin weiter Anteile zeichnen. Nur diese Anteilseigner werden laut Kohley zur Gründungsversammlung eingeladen und unterschreiben als Gründungsmitglied. "Anteilsscheine können jedoch weiter erworben werden", teilte Kohley mit, nur dann sei man eben kein Gründungsmitglied.
Die Ortgemeinde Mandern rechnet sich bei ihrem 850 000 Euro teuren Bürgerzentrum inklusive Dorfladen gute Chancen auf eine Landesförderung aus. Laut Ortschef fallen absehbar etwa 181 000 Euro Mehrkosten bei dem Projekt an.
Noch ganz am Anfang steht das Dorf bei der Unterbringung von Flüchtlingen, die aus den Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende auf die Kommunen verteilt werden sollen. Die beiden Fraktionen im Ortsgemeinderat, CDU und SPD, wurden beauftragt, sich über diese Frage Gedanken zu machen und Vorschläge einzubringen. "Das soll sozialverträglich passieren", forderte Kohley und fügte hinzu: "Wir wollen uns vom Kreis nicht vor vollendete Tatsachen stellen lassen." In den nächsten Ratssitzungen soll das Thema Flüchtlinge forciert behandelt werden. Dem Kreis will man dann einen Plan vorgelegen, wie genau dabei vorgegangen werden soll. doth