Eröffnung neues Einkaufszentrum im Gewerbegebiet Hermeskeil 22. Oktober 2019

Kostenpflichtiger Inhalt: Einzelhandel : Neues Einkaufszentrum in Hermeskeil öffnet am 22. Oktober

In den Filialen von Wasgau und Rossmann am Hermeskeiler Dörrenbach laufen die letzten Vorbereitungen. In etwa drei Wochen feiern beide Läden im neuen Einkaufszentrum im Gewerbegebiet Eröffnung. Auch für die drei Fachmärkte ist ein Termin in Sicht.

Es ist kaum zu übersehen und noch weniger zu überhören, dass die Eröffnung des neuen Supermarkts im Hermeskeiler Gewerbegebiet Dörrenbach näher rückt. Überall im Gebäude wird gebohrt, gehämmert und gewerkelt. Beim Pressetermin sind Arbeiter gerade dabei, die Regale und weitere Inneneinrichtung aufzubauen. Der Lebensmittel-Konzern Wasgau zieht mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern in das neue Einkaufszentrum ein. Entwickelt wurde das Areal von der Firma Schoofs Immobilien aus Frankfurt, die dafür etwa zehn Millionen Euro investiert.

„Bis Dienstag, 22. Oktober, wird hier alles fertig sein. Dann wollen wir gemeinsam mit Rossmann eröffnen“, verkündet Wasgau-Marketingleiterin Isolde Woll. Der Drogeriemarkt liegt gleich gegenüber. Auch dort ist laut Marktleiterin Petra Borr so gut wie alles bereit für die Kunden. Beide Geschäfte sind durch einen Parkplatz mit 150 Stellplätzen verbunden. Dahinter, im Bereich des ehemaligen Baumarkts, entsteht ein weiteres Gebäude für Fachmärkte (siehe Grafik). Dort laufen die Arbeiten noch. Mieter werden das Textilunternehmen Kik und das Schuhgeschäft Schuhmaxx, die aus der Innenstadt an den Dörrenbach wechseln. Laut Stadtbürgermeisterin Lena Weber steht die Stadt in Kontakt zu Schoofs, um die entstehenden Leerstände möglichst bald wieder zu füllen. Ebenfalls Mieter im Fachmarkt-Gebäude wird der niederländische Konzern Action, der unter anderem Haushaltswaren, Heimwerker-Artikel und Dekoration anbietet. „Unser Ziel ist, auch die Fachmärkte in diesem Jahr zu eröffnen, voraussichtlich im Dezember“, sagt Jürgen Dräger, Geschäftsführer bei Schoofs Immobilien. Als direkte Verbindung zu Drogerie und Lebensmittelmarkt werde noch eine Brücke über den Dörrenbach gebaut. Für den Investor seien die Bauarbeiten eine „echte Herausforderung“ gewesen. Zum Abtragen der Felsen habe man „allerschwerstes Gerät“ benötigt. I60 000 Kubikmeter Erde seien bewegt worden.

Wasgau kommt mit vielen regionalen und Bio-Produkten, einer Bäckerei, einer Metzgerei und einem Gastronomie-Konzept, das es konzernweit bislang nur in einem weiteren Markt in Annweiler (Pfalz) gibt. Unter dem Namen „Himmel und Herd“ werden den ganzen Tag über Speisen frisch zubereitet. Neben Frühstück und Mittagstisch werde es auch pfälzisch-deftige Gerichte geben, sagt Isolde Woll an. Und vermutlich auch Typisches aus der Hochwald-Region. Eine Ankündigung, die bei der Stadtchefin sehr gut ankommt. „In Hermeskeil haben wir momentan niemanden, der so etwas im Angebot hat“, sagt Weber. Sie werde sehr häufig von Bürgern angesprochen, die schon sehnlichst auf die Eröffnung warteten.

Beim Bau des Marktes sei auf Nachhaltigkeit geachtet worden, unter anderem durch umweltschonende Kühlsysteme, sagt Woll. 35 Beschäftigte werde es geben, die meisten davon stammten wie der Marktleiter aus der Region. Am Vorabend der Eröffnung erhielten geladene Gäste die Gelegenheit, bei einem Rundgang die Produkte kennenzulernen. Aber ab dem 22. Oktober biete man viele weitere Aktionen und Verkostungen an, hieß es. Dasselbe gilt für Rossmann, wo es laut dem Unternehmen unter anderem Rabattaktionen geben wird. Das Sortiment auf 700 Quadratmetern umfasst Hygieneartikel, Kosmetik, einen Fotoservice, Bücher, Wein, Schmuck, Elektrogeräte und Bioprodukte. Von elf Mitarbeitern seien sechs eigens für den neuen Standort eingestellt worden.

Eine gute Nachricht gibt es für alle Radfahrer, die auf die Freigabe des seit Monaten gesperrten Ruwer-Hochwald-Radwegs oberhalb der Baustelle warten. Hinter den Stützwänden zur Absicherung der Böschung müsse noch etwas Material aufgefüllt werden, sagt Jürgen Dräger. Bis zur Eröffnung sei dies aber mit Sicherheit erledigt. Künftig solle es zudem eine direkte Verbindung vom Radweg auf das Gelände geben und Hinweisschilder, die Radler zur Rast einladen. Laut Stadtchefin Weber arbeitet die Verbandsgemeinde derzeit am Angebot eines Bürgerbusses. Dieser könnte am alten Bahnhof halten, die Fahrgäste sollten dann über den Radweg zum Einkaufszentrum geleitet werden.

Mehr von Volksfreund