Erst aufs Mountainbike, dann zur Mannebacher Kirmes

Erst aufs Mountainbike, dann zur Mannebacher Kirmes

300 Radfahrer haben sich am Sonntag beim Mannebacher Brauhaus-Cup mit dem Mountainbike auf die Strecke begeben. Ob sportlich oder eher gemütlich - sowohl für Familien als auch für Profis gab es geeignete Routen.

Mannebach. Dichtes Gedränge am Start vor dem Mannebacher Brauhaus: Ungeduldig warten die Mountainbiker auf das Startzeichen. Vorher haben sie von Diakon Vinzenz Geltz den Segen gespendet bekommen. Dann geht es los.
Der Regen hat zwar kurz vor Beginn der Veranstaltung aufgehört. "Trotzdem hat uns das Wetter wahrscheinlich so etwa 100 Teilnehmer gekostet", vermutet Frank Will, einer der Organisatoren.
Diejenigen, die sich im Vorfeld angemeldet hatten, sind zwar gekommen. Mancher Sonntagsradler, der sich kurzfristig entschieden hätte, ist aber zu Hause geblieben. Doch auch so sind 300 Starter dabei. Die durchqueren mehrfach den Ort und werden dort lautstark von den Zuschauern angefeuert.
Die Profis haben eine Distanz von 55 Kilometern zurückzulegen und dabei 1300 Höhenmeter zu überwinden. Wer nicht ganz so ambitioniert ist, kann die kürzere Strecke von 22 Kilometern wählen, für Familien gibt es einen elf Kilometer langen Rundkurs.
Kritik an der Beschilderung


Die mittlere Distanz hat Mario Alten absolviert. "Sensationell - da sind einige schöne Abschnitte dabei", findet der Fahrer, der das Logo der Villa Kunterbunt auf dem Trikot trägt und mit seinem Team für soziale Projekt in Trier um Spenden wirbt. Kritik gibt es allerdings an der nicht immer klaren Beschilderung und den sich teilweise gefährlich kreuzenden Strecken.
Die erste Auflage im vergangenen Jahr war so erfolgreich, dass es für die Organisatoren keine Frage war, die Veranstaltung zu wiederholen. Zwischenzeitlich haben sie sogar einen eigenen Verein gegründet - den RV Mannebike 20zehn. Als offizielles Rennen ist der Cup aber noch nicht deklariert. Dafür müssten weitere Voraussetzungen erfüllt sein, etwa was die Vermessung der Rennstrecken und die Zeitnahme angeht. Das soll dann vermutlich im kommenden Jahr der Fall sein.
Eingebettet ist der Brauhaus-Cup in die Mannebacher Kirmes. Die müden Mountainbiker, die unterwegs mit isotonischen Getränken und Bananen versorgt werden, können sich daher nach ihrer Rückkehr auch mit Bratwurst und dem Bier aus der Gasthausbrauerei stärken. Ortsbürgermeister Bernd Gard, selbst passionierter Radler, ist mit seiner Rolle als Gastgeber dagegen ganz zufrieden. "Ich bin eher der Straßenfahrer", sagt er. daj

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