Erste Ergebnisse der Projektgruppen in der aktiven Dorfgemeinschaft Taben-Rodt.

Infrastruktur : Info-Austausch per Towener Blaad

Erste Ergebnisse der Projektgruppen in der aktiven Dorfgemeinschaft Taben-Rodt präsentiert.

Seit November 2018 tut sich in Taben-Rodt mehr als früher. Seitdem sind nämlich sechs Projektgruppen für den Aufbau einer sorgenden Dorfgemeinschaft aktiv. Jetzt sind erste Ergebnisse vorgestellt worden. 30 der rund 50 Aktiven konnte der Dorfberater der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, Matthias Faß, im Bürgerhaus begrüßen und loben: „Alle waren schon sehr fleißig.” Und auf gut fließende gegenseitige Informationen wird Wert gelegt. Dafür sorgt das Team der Dorfzeitung „Towener Blaad”, dessen erste Ausgabe präsentiert wurde. Vierteljährlich soll so über den aktuellen Stand der dörflichen Weiterentwicklung in einer Auflage von jeweils 500 Exemplaren informiert werden.

„Toll wäre es, wenn die einzelnen Gruppen Artikel für unsere Dorfzeitung schreiben könnten, auch mit Fotos”, wünscht sich der Sprecher der Blattmacher, Sven Mörsch. Auch die Vereine können hier ihre Aktivitäten veröffentlichen. „Kompliment für den schnellen Start”, sagt Dorfberater Faß. Das sei ein Positivbeispiel auch für andere Orte.

Was für ein Mammutprojekt ein Dorfladen sein kann, darüber hat sich die Gruppe, die ebenfalls dieses Ziel verfolgt, in Mandern informiert, denn dort ist ein solches Projekt schon umgesetzt worden. „Der Laden ist eindrucksvoll, lange offen, spricht Alt und Jung an, ein Supermarkt mit Café, und das zu moderaten Preisen”, wundert sich Stefan Stifano-Esposito. Sogar neun neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Allerdings stand das 800 000 Euro teure Projekt laut Ortsbürgermeister Tim Kohley in seiner Entstehungsphase mehrfach vor dem Aus.

Vorgeschlagen wird, den Manderner Ortschef Kohley zu einer Präsentation einzuladen, damit er ausführlich erklären kann, wie es trotz alle Schwierigkeiten doch zu einer erfolgreichen Dorfladen-Genossenschaft für Dorfladens kam.

Oliver Böse hat 15 Bürger um sich geschart, damit die Wanderwege gepflegt werden können. Nächste Ziele: Schilder und Bänke instand halten und den Dorfbrunnen reinigen. „Geklärt werden muss, ob Material von der Verbandsgemeinde übernommen wird und nötige Geräte über den Haushalt der Ortsgemeinde finanziert werden”, wünscht sich Böse. Immerhin gibt es in Taben-Rodt sieben Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 40 Kilometern.

Die Gruppe, die sich um Fahrdienste und Mobilität kümmert, will sich ein entsprechendes Projekt in Bitburg und auch den Erfolg des Dorfmobils in Mannebach ansehen.

Jeden ersten Montag im Monat gibt es im Bürgerhaus von 15 bis 17 Uhr einen offenen Treff. „Da kamen bislang fast 30 Leute”, freut sich Betreuerin Renate Simons. Brett- und Kartenspiele bei Kaffee und Kuchen wurden angeboten. „Nur ein paar jüngere Leute sollten auch kommen”, findet sie.

„Nur ein Dorf, in dem nicht gerast wird, ist ein attraktives Dorf”, sagt Josef Brittnacher von der Gruppe für Verkehr und Infrastruktur. Schließlich sei die Hauptstraße Aushängeschild eines Ortes. Vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) kam der Ratschlag: „Parkt eure Autos auf der Straße. Das wirkt am schnellsten und effektiv gegen Raser.” Brittnacher sagt: „Das riskier’ ich jetzt mal.”

Als heikel wird die Bushaltestelle unterhalb des Bürgerhauses empfunden. Kinder seien gefährdet, weil gerade hier zügig gefahren wird.Um sich weiter intensiv mit der Verkehrssituation zu befassen, soll der LBM zu einem Ortstermin eingeladen werden. Was dabei und bei den anderen Gruppen weiter herauskommt, wird beim nächsten Treff Mitte Mai zu erfahren sein.

Beiträge für die neue Dorfzeitung können per E-Mail gesandt werden an towener-blaad@gmx.de . Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist Montag, 11. März.

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