Erste Hilfe für die Innenstadt

Mit einer ungewöhnlichen Aktion unter dem Motto "Erste Hilfe für die Innenstadt" zeigen junge Leute, dass auch sie sich Gedanken über die Situation im Herzen von Hermeskeil machen. Im Rahmen ihrer Projektwoche haben Gymnasiasten eine Umfrage unter Passanten gestartet. Deren Ergebnisse wollen sie am Donnerstag, 20. Juni, ab 11 Uhr vor dem Rathaus präsentieren und über Ideen zur Lösung der Probleme diskutieren.

Hermeskeil. Am Montag haben sie ihren Bogen mit 20 Fragen zusammengestellt, seit gestern bitten sie Passanten in der Fußgängerzone um Antworten, und am Donnerstag wollen sie ab 11 Uhr vor dem Rathaus über die Ergebnisse ihrer Aktion informieren uind diskutieren. Eine Gruppe von etwa 15 Gymnasiasten befasst sich im Rahmen der Projektwoche an der Schule mit der Frage, wie die Hermeskeiler und Besucher aus dem Umland die Situation in der Innenstadt bewerten, in der es viele leer stehende Geschäfte gibt.
Noten von eins bis sechs


Wer mitmacht, kann Schulnoten von eins bis sechs vergeben. Beispielsweise wollen die Schüler der Klassen zehn bis zwölf wissen, welches Urteil die Passanten über den momentanen Zustand der Fußgängerzone fällen und ob sie sich in den zurückliegenden zehn Jahren zum Schlechteren oder zum Besseren entwickelt hat. Auch die Kinderfreundlichkeit, das gastronomische Angebot, der Wohlfühlfaktor und die Parkmöglichkeiten können benotet werden.
Das Motto der Schüler-Aktion, die übrigens von Pastor Clemens Grünebach und Kaplan Tim Sturm betreut wird, heißt aber nicht von ungefähr "Erste Hilfe für die Innenstadt". Felix Faber und Julian Paulus, zwei Gymnasiasten aus Hermeskeil, betonen im TV-Gespräch, "dass es uns auch darum geht, Ideen und Vorschläge zu sammeln. Wir wollen ja auch Anregungen geben, wie sich die Situation vielleicht verbessern lässt." Deshalb werden die Passanten auch nach ihren Wünschen, Zukunftsvisionen und Kritikpunkten an der Hermeskeiler Innenstadt gefragt.
Die Ergebnisse der Umfrage sollen allerdings nicht im stillen Kämmerlein der Schule ausgewertet werden. Deshalb laden die Gymnasiasten auch alle Interessierten am Donnerstag zur öffentlichen Diskussionsveranstaltung auf dem Rathaus-Vorplatz ein.
Dort wollen sie über das Thema mit wichtigen politischen Entscheidungsträgern sprechen. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob beispielsweise Stadtbürgermeister Udo Moser an der Diskussion teilnehmen kann. Er habe zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon seit längerer Zeit einen anderen Termin eingetragen, sagte Moser dem TV. Außerdem wollen die Schüler auch VG-Chef Michael Hülpes und Günter Weber, den Vorsitzenden des Hochwald-Gewerbeverbands (HGV), zur Veranstaltung einladen. ax