Es bleibt alles, wie es ist

Heftig wurde in den letzten Monaten in Züsch darüber diskutiert, ob der Beitrag der Grundstücksbesitzer zum Straßenausbau nur die Anlieger oder alle Eigentümer treffen soll. Jetzt hat sich der Ortsgemeinderat entschieden: Der Einmalbeitrag bleibt erhalten.

Züsch. (doth) "Ich konnte die Kollegen nicht vom Sinn des wiederkehrenden Beitrages überzeugen", bedauert Ortsbürgermeister Hermann Bernardy. Das bedeutet: Wenn künftig eine Straße ausgebaut wird, trifft es die Grundstückseigner vor Ort.Und das ist eben viel teurer, als wenn der Beitrag auf alle Grundstücksanlieger umgelegt wird. "Im Fall der Hermeskeiler Straße sind das 5,50 Euro pro Quadratmeter. Ein wiederkehrender Beitrag wäre nur ein Bruchteil so hoch", rechnet Bernardy vor. Seine Argumentation einer "Ratenzahlung ohne Zinsen" fruchtete nicht.Beide Systeme bergen durchaus Für und Wider. Was Bernardy immer wieder vorgeworfen wurde, war der Zeitpunkt der Einführung. "Warum ist nicht in der Planungsphase der Hermeskeiler Straße abgestimmt worden", hat er sich fragen lassen müssen. Seine Antwort: "Erst seit Ende 2006 gibt es in Rheinland-Pfalz Rechtssicherheit beim wwiederkehrenden Beitrag. Das Risiko war mir davor einfach zu hoch."Rund 40 Bürger waren zur Ratssitzung gekommen. Sie durften sich zum Thema äußern. Auch sie sprachen sich mit großer Mehrheit gegen den wiederkehrenden Beitrag aus. Bernardy führte im Vorfeld viele Gespräche im Ort. Viele waren "im Prinzip" für den wiederkehrenden Beitrag. Warum sie nicht zur Sitzung kamen, bleibt ihr Geheimnis.Jetzt bleibt der Einmalbeitrag dem Ort erst einmal für die nächsten Jahre erhalten. Man darf gespannt sein, wie die Betroffenen reagieren, wenn der nächste Straßenausbau ansteht.