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Es geht voran

HERMESKEIL. Der Stadtrat hat im großen Saal des Rathauses getagt. Das alte Hela-Gebäude ist in den Händen der Firma Norma, der Kreisel und der Ruwer-Hochwald-Radweg werden gebaut. Sorgen bereitet das Freibad, doch gemeinsam soll nach intelligenten kreativen Lösungen gesucht werden. Von unserer Mitarbeiterin <br>KATJA KRÄMER

Zur Eröffnung der Stadtratssitzung ließ Stadtbürgermeisterin Ilona König das vergangene Jahr Revue passieren: "2003 war für uns alle nicht einfach. Doch in den letzten Tagen ist mit dem Abriss des Hela-Gebäudes deutlich sichtbar geworden, dass es in der Stadt vorwärts geht." Optimismus verbreitet laut König auch, dass Ende der vergangenen Woche mit der Firma Norma der Vertrag unterzeichnet wurde. Besonderen Dank richtete König an die Einzelhändler, die eine gewaltige Durststrecke hinter sich hätten und dennoch den Kopf nicht in den Sand gesteckt hätten. Vor allem der Hermeskeiler Gewerbeverband habe durch Aktionen wie den verkaufsoffen Sonntag nach vorne geschaut.Sorgen bereitet der CDU-Fraktion die Forderung der Ersatzkassen Rheinland-Pfalz auf Schließung von Krankenhausabteilungen in Hermeskeil. Der Resolutionstext, in dem die CDU-Fraktion, die von den Ersatzkassen beabsichtigte vollständige Schließung der gynäkologischen und HNO-Abteilung im Krankenhaus Hermeskeil aufs schärfste verurteilt, wurde verabschiedet. Wolfgang Walter, kaufmännischer Direktor des St. Josef Krankenhauses, informierte die Stadtratsmitglieder, dass sich die schlimmsten Befürchtungen mit der Bekanntgabe des Landeskrankenhausplanes zerstreut hätten. Walter: "Mit dem Abbau von 24 Betten können wir leben." Der Bettenabbau sei im Trend zwangsläufig bedingt durch mehr ambulante Operationen und verkürzte Liegezeiten. Für die Zukunft bat er um die Unterstützung des Stadtrates, "dass es auch in 50 Jahren noch in Hermeskeil ein Krankenhaus geben wird".Als positives Zeichen bewertete der kaufmännische Direktor, dass 15 Plätze für eine psychiatrische Tagesklinik im neuesten Plan auftauchen, mit denen eine eklatante Versorgungslücke im Hochwald geschlossen werden könne.Teilstück "Am Dörrenbach" wird Radweg

Um aufgetretenen Komplikationen auf dem letzten Teilstück im Bahnhofsbereich des Ruwer-Hochwald-Radweges zu begegnen, wurde eine Änderung des bisherigen Verlaufs beschlossen. Ein Teilstück der öffentlichen Straße "Am Dörrenbach" wird in den geplanten Radweg integriert und am Bahnhofsvorplatz wird ein "Radfahrerzentrum" entstehen.Weiter wurde die Bündelausschreibung für den kommunalen Strombedarf zum 1. Januar 2005 einstimmig beschlossen.Neues ordentliches Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss ist Anton Bauch, er wird vertreten durch Klaus Weber.Auch das "Sorgenkind" Freibad stand auf der Tagesordnung der Ratssitzung: Einig sind sich die Ratsmitglieder, dass wenn das Freibad nicht irgendwann baden gehen soll, intelligente gemeinsame Lösungen gefunden werden müssen.Gegen Ende der öffentlichen Sitzung verabschiedete Stadtbürgermeisterin Ilona König Forstdirektor Bernhard Mühlhaus und stellte seinen Nachfolger Bernhard Buss, den Ratsmitgliedern vor.Die Stadtratssitzung bot auch Stefan Kutscheid von der Faco Bitburg Gelegenheit, dem Rat das Konzept "betreutes, barrieregerechtes Wohnen" vorzustellen. Demnach ist ein Neubau, der 22 Wohneinheiten umfasst, im Bereich Triererstrasse / Stadtpark geplant.