Ewig Junge treffen sich in Konz
Konz wird am Sonntag wieder zentraler Treffpunkt der Oldtimerfreunde sein. Der Motorsport-Club Konz ist zum 24. Mal Gastgeber des zur Tradition gewordenen Oldtimer-Treffens.
Konz. (kdj) Mehr als 300 stolze Besitzerinnen und Besitzer motorisierter Kostbarkeiten werden ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Firma Möbel Martin vorstellen. "Mit dieser Zahl sind wir längst an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen", sagt Olaf Pelz, Vorsitzender des - wie der Name korrekt lautet - "Motorsport-Club Konz e.V. 1974 im ADAC". Mehr gehe im Interesse der Aussteller, Besucher, Organisatoren und Fahrzeuge beim besten Willen nicht.
Kein Wunder, dass die Kapazitätsgrenze bei solchem Ansturm erreicht ist: Von historischen Motorrädern - das älteste ist runde 80 Jahre alt und tuckert auf Kickstarter-Kommando brav wie eh und je durch die Gegend - über bildschöne, zerbrechlich erscheinende Personenwagen der automobilen Urzeit und eher skurrile Fahrmaschinen wie "Threewheeler" bis hin zu trotz ihres Alters noch immer alltagstauglichen PKW, die mindestens 28 Jahre auf dem Fahrgestell haben. Namentlich genannt seien hier nur der Zweisitzer "Le Zebre" (Baujahr 1913) des Luxemburgers Lucien Fritz oder ein Motorrad "Hulla" (Baujahr 1928) von Wolfgang Schrader aus Stendal.
Die Teilnehmer treffen, meist "auf eigener Achse", am Sonntag zwischen acht und elf Uhr aus fast allen Teilen Deutschlands, aus Luxemburg, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Italien in Konz ein. Einige von ihnen werden zur Vorstellungs-"Parade" am Sonntagvormittag kurze Geschichten zu Fahrzeug und gelegentlich auch über sich selber erzählen, ehe gegen 11.30 Uhr ein Korso besonders schöner und seltener Fahrzeuge zum Marktplatz fährt und vom Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Winfried Manns, empfangen wird.
Zum Programm, das gegen 19 Uhr in ein Geschicklichkeitsturnier mündet, gehören das große Defilee aller Fahrzeuge (auf dem Veranstaltungsgelände) und die Überreichung des Gastgeschenks, der Pokale und der Ehrenpreise durch Wein-Hoheiten.
Damit alles reibungslos vonstatten geht, sind rund 60 Mitglieder des MSC während des ganzen Tages im Einsatz. Einige von ihnen müssen möglicherweise Interessenten, die unangemeldet mit ihren Fahrzeugen erscheinen, auf einen Warteplatz einweisen oder gar abweisen.
Nicht abgewiesen werden Zuschauer jeglichen Alters, denen Olaf Pelz rät: "Foto- und Videokameras nicht vergessen. So etwas gibt es erst im nächsten Jahr wieder."