Experte steigt in Saarsteilhang
Wann der Rad- und Wanderweg unterhalb der Cloef wieder geöffnet werden kann, vermag derzeit noch niemand zu sagen. Umwelt- und Wirtschaftsministerium arbeiten fieberhaft an einer Lösung.
Orscholz. (mas) Ein Gutachten, das das Landesamt für Straßenwesen in Auftrag gegeben hat, soll klären, welche Gefährdung von den Saarsteilhängen ausgeht. Zudem sollen Fachleute Vorschläge machen, welche Maßnahmen notwendig sind, um den Rad- und Wanderweg unterhalb der Cloef vor Steinschlag zu sichern. Dies teilte das Landesamt für Straßenwesen (LfS) mit. Auf die Expertise durch Fachleute hatten sich Wirtschafts- und Umweltministerium, das Landesamt für Straßenwesen, Bürgermeisterin Judith Thieser und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich bei einem Gespräch inMettlach geeinigt. Ein Termin, wann die Route wieder freigegeben werden kann, sei zurzeit noch nicht abschätzbar.Die Sperrung des Weges sei wegen der großen Gefahren erforderlich gewesen, ergänzen Fachleute aus dem LfS und berufen sich auf die Rechtsprechung. Danach genüge es nicht, ein Verkehrsschild "Steinschlaggefahr" aufzustellen, wenn dieser Bereich als "besonders gefährlich" eingestuft ist. Zudem würden Geröllsteine oder sehr große Felsbrocken von den Saarsteilhängen auf den Weg fallen. Deswegen sei das Land gehalten, Sicherungsmaßnahmen im oder am Hang vorzunehmen, heißt es in der Stellungnahme des LfS weiter.Verständnis für die Sperrung
"Die Vertreter des Umweltministeriums haben signalisiert, dass sie an einer Lösung interessiert sind, um den Weg wieder zu öffnen", sagen Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeisterin Judith Thieser. "Wir sind zuversichtlich, dass der für unseren Kreis so wichtige Rad- und Wanderweg wieder geöffnet wird." Verständnis für eine kurzfristige Sperrung, um Radfahrer und Wanderer vor einer Bedrohung durch Steinschlag zu schützen, hätten sie, ergänzen Landrätin und Bürgermeisterin. Über Schilder, die auf eine Benutzung auf eigene Gefahr hinweisen, könne erst dann diskutiert werden, wenn genau bekannt sei, welche Gefahren von dem Weg ausgingen. "Die Gefährdung kann aber im Moment niemand abschätzen", ergänzt Verwaltungschefin Judith Thieser.Auch für Peter Klein, Geschäftsführer des Kreistourismusverbandes, gibt es keine Alternative als eine kurzfristige Sperrung. "Es ist zwar ärgerlich für uns, da wir den Weg dringend brauchen. Doch ich verstehe das Landesamt für Straßenwesen, wenn es auf Nummer sicher geht."