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Facebook-Umfrage: Mehrheit für Erhalt der Gleise

Facebook-Umfrage: Mehrheit für Erhalt der Gleise

Klares Ergebnis mit begrenzter Aussagekraft. Die von der Jungen Union (JU) Nonnweiler initiierte Facebook-Umfrage zur Zukunft der Hochwaldbahnstrecke zwischen Hermeskeil und Türkismühle ist beendet.

Nach Auskunft des JU-Vorsitzenden Jonas Reiter haben sich 76 Prozent der Abstimmenden für den Erhalt der Gleise ausgesprochen. Allerdings haben sich insgesamt nur 42 Menschen bei der Umfrage beteiligt. Für die Umwandlung in einen Rad- oder Wanderweg votierten zehn Teilnehmer (24 Prozent). Das Ergebnis erscheine im ersten Moment zwar sehr eindeutig, sagt Reiter. Allerdings müsse hinzugefügt werden, dass die Vereine Pro Hochwald-&Hunsrückbahn und Historische Eisenbahn Hunsrück auf ihren Facebook-Seiten dazu aufgerufen hätten, im Sinne des Erhalts der Strecke abzustimmen. "So wurde das Meinungsbild mutmaßlich leicht beeinflusst. Trotz alledem sind wir zufrieden mit den Ergebnissen und die weiteren Anregungen können die Folgediskussion bereichern", sagt Reiter.
Vonseiten der Facebook-User, die für einen Rad- und Wanderweg waren und einen Kommentar abgegeben haben, seien unter anderem Zweifel angemeldet worden, dass die Wiederbelebung der Bahnstrecke viele Fahrgäste anlocken würde. Der Abbau der Gleise und die späteren Umwandlungbiete zudem die Chance, eine Verlängerung an den Ruwerradweg bis Trier herzustellen, lautete ein weiteres Argument.
Die Kommentare für eine Folgenutzung als Hochwaldbahn waren laut Reiter ähnlich vielfältig. So hätten Umfrage-Teilnehmer darauf hingewiesen, dass man sich mit einer Entwidmung der Strecke die Möglichkeit verbauen würde, die Nostalgie- und Touristikfahrten zwischen Hermeskeil und Türkismühle wieder aufleben zu lassen. Zudem gebe es schon genug Radwege in der Region. Auch genannt wurde die Idee, auf dem zweigleisigen Teilabschnitt ein Draisinen-Angebot zu schaffen.
Auf dem Teilstück Hermeskeil-Türkismühle fahren seit 2012 keine Güterzüge und historische Schienenbusse mehr. red/ax