Fachfirmen entfernen Eichenprozessionsspinner in der Stadt Konz - Gefahr in Könen und Roscheid

Natur : Der Kampf gegen die giftigen Raupen läuft

Der Eichenprozes-sionsspinner ist immer noch an vielen Stellen in Konz verbreitet. Die Verwaltung versucht, der Plage mit Hilfe von Fachfirmen beizukommen.

Baumpfleger Marc Müsgen und seine Kollegen aus Nonnweiler (Saarland) sind derzeit oft in Konz unterwegs. Die Hitze ist schuld und die damit einhergehende Verbreitung des Eichenprozessionsspinners. Müsgen ist Profi. Ausgestattet mit Schutzkleidung, einer speziellen Sprühflasche mit Kleber, der die Härchen bindet, und einem Staubsauger, der die Verbreitung der giftigen Härchen der Raupen verhindert. Das machen Spezialfirmen wie die von Müsgen, weil die Härchen bei Körperkontakt Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen können.

Die Raupe ist „weiterhin sehr aktiv und wurde inzwischen in allen Konzer Gemeinden/Stadtteilen gesichtet“, heißt es auf der Internetseite der Konzer Verwaltung. Sprecher Michael Naunheim erklärt, dass die Verbandsgemeinde dafür sorge, dass die Raupen nach und nach von öffentlichen Flächen entfernt wrden. Auf privaten Flächen seien die Grundstückseigentümer zuständig. In einem Video auf der Internetseite www.konz.eu empfiehlt er Privateigentümern, ebenfalls Fachfirmen für die Entfernung zu engagieren, um sich nicht zu gefährden.

Befallsstellen in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen würden vorrangig behandelt.  „Aufgrund der Vielzahl kann es einige Zeit dauern, bis ein Baum behandelt wird“, erklärt Naunheim. „Wegen der hohen Fallzahlen kann die Verwaltung keine konkreten Auskünfte zu Sachständen oder Terminen geben.“ Auf Nachfrage, wo die Bürger aufpassen müssten, erklärt der Sprecher: „Nach Rücksprache mit der Fachabteilung sollte man besonders im Stadtteil Könen und auf dem Parkplatz am Friedhof Roscheid auf den Eichenprozessionsspinner achten. Ansonsten haben wir viele Meldungen über Einzelstellen – da besteht keine besondere Gefährdung.“

Weil es nicht viele Firmen gibt, die sich um die Entfernung der Eichenprozessionsspinner kümmern, ist Baumpfleger Marc Müsgen mit einem Mitarbeiter aus Nonnweiler (Saarland) nach zum Parkplatz am Roscheider Hof gekommen, um die giftigen Raupen zu entfernen. Foto: TV/Christian Kremer
Weil es nicht viele Firmen gibt, die sich um die Entfernung der Eichenprozessionsspinner kümmern, ist Baumpfleger Marc Müsgen mit einem Mitarbeiter aus Nonnweiler (Saarland) nach zum Parkplatz am Roscheider Hof gekommen, um die giftigen Raupen zu entfernen. Foto: TV/Christian Kremer

Wie hartnäckig die Eichenprozessionsspinner sind, zeigt das Beispiel Roscheid. Müsgen und seine Kollegen haben dort mehrere Tage lang gearbeitet, um die Raupe vom Parkplatz vor dem Freilichtmuseum zu entfernen. Ganz weg sind die giftigen Raupen und Gespinste immer noch nicht.