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Fahrplan für Straßenausbau in Mandern steht

Infrastruktur : Fahrplan für die nächsten Straßenausbau-Projekte in Mandern steht

Auf Beschluss des Gemeinderats Mandern soll zunächst die Erneuerung Im Flürchen angepackt werden. Danach kommt die Schulstraße an die Reihe, wo zurzeit ein Test für eine bessere Verkehrsberuhigung läuft.

Schon länger gibt es im Gemeinderat Mandern die Überlegung, dass die Straße Im Flürchen ausgebaut werden muss. Doch laut Ortsbürgermeister Tim Kohley ruhten diese Pläne. Denn im vergangenen Jahr sei landesweit über eine Abschaffung der Beiträge diskutiert worden, mit denen die Gemeinden die Bürger an den Ausbaukosten beteiligen.

„Das wollten wir abwarten. Aber das Thema hat sich jetzt vorerst erledigt“, stellte der Ortschef in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats fest. Er schlug vor, das Projekt deshalb „mit Priorität eins weiter vorantreiben“. Das Gremium stimmte dem zu. Sobald die Planung konkret werde, soll es laut Kohley auch eine Anliegerversammlung dazu geben.

Mit Priorität zwei wollen die Ratsmitglieder den Ausbau der Schulstraße angehen. Dies werde sicherlich ein größeres Projekt, das intensivere Planung erfordere, sagte Kohley. „Hier gibt es noch besondere Probleme in Sachen Verkehrsgefährdung zu lösen, vor allem im Bereich von Schule und Kindergarten.“ Seit Kurzem laufe in der Schulstraße eine dreimonatige Testphase, in der die Strecke als Einbahnstraße ausgewiesen sei.

Sein persönlicher Eindruck sei, sagte der Ortsbürgermeister, „dass es dadurch schon etwas ruhiger geworden ist“. Das bestätigten einige Anwohner, die in der Sitzung als Zuhörer dabei waren. Einer von ihnen merkte an, dass Lastwagen die neue Sackgasse von der Hans-Bilstein-Straße aus oft nicht rechtzeitig erkennen würden und mühsam nach einer Wendemöglichkeit in der Schulstraße suchten. Kohley versprach daraufhin, noch weitere Sackgassen-Schilder zu organisieren.

Ein weiterer Anlieger beklagte, dass in einer Kurve der Bus regelmäßig über den Bürgersteig fahre, weil er sonst nicht um die Kurve herumkomme. Dadurch würden Kinder auf dem Gehweg gefährdet. „Die Busse werden wir aus der Straße nicht rauskriegen“, sagte dazu der Ortschef. Der Rat werde sich aber noch ausführlich damit beschäftigen, wie die Straße sicherer gemacht werden könne. Auch mit der Parkplatzsituation vor dem Kindergarten müsse man sich vor einem Ausbau auseinandersetzen.

Die Gemeinde Mandern erhebt für den Ausbau ihrer Gemeindestraße derzeit noch Einmalbeiträge, die nur die direkten Anlieger der betroffenen Straße zahlen. Das Land hat jedoch per Gesetz verfügt, dass ab spätestens 2024 alle Gemeinden ihr System auf wiederkehrende Beiträge umstellen müssen. Dabei werden die Beiträge auf alle Grundstückseigentümer einer größeren Abrechnungseinheit, etwa des gesamten Ortes, verteilt. Am Ende eines Jahres wird dann jeweils geprüft, ob Kosten für Straßenausbau-Projekte angefallen sind. Falls ja, werden diese entsprechend auf alle, die zu dem Abrechnungsgebiet gehören, nach Kriterien wie der Grundstücksgröße aufgeteilt.

Die Umstellung auf die wiederkehrenden Beiträge, sagte Kohley, sei in der Regel dann sinnvoll, wenn im Ort der größte Teil der Straßen ausgebaut sei: „Dann haben quasi alle einmal bezahlt und man kann bei Null einsteigen.“ In Mandern wäre dies nach dem Ausbau im Flürchen und in der Schulstraße der Fall. Sollte das Thema akut werden, werde dazu im Gemeinderat noch ausführlicher informiert.