1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Fehlende Markierung in der Kritik

Fehlende Markierung in der Kritik

TV-Leser Stefan Jacob kritisiert, dass auf der Straße zwischen Saarburg und Serrig seit Monaten die Markierung fehlt. Das sei brandgefährlich, sagt er. Der Landesbetrieb Mobilität Trier verspricht, die Markierung aufzubringen, sobald es die Witterung zulässt.

Saarburg/Serrig. Stefan Jacob kann sich beim Thema Bundesstraße 51 richtig in Rage reden. "Seit Monaten fehlt die Fahrbahnmarkierung zwischen Serrig und Saarburg. Das ist gefährlich und haarsträubend!", meint der 50-jährige Serriger. An die derzeit vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde halte sich auf der Bundestraße bei Serrig keiner.
"Bei der aktuellen Witterung mit Nebel, Regen und Dunkelheit wundert es mich, dass es dort noch nicht zu einem Unfall gekommen ist", sagt Jacob. Gerade den Bereich der Einmündung Serrig Nord hält der Marketingberater für brandgefährlich, insbesondere wenn man sich dort auf nasser Fahrbahn einordnen müsse und keinerlei Orientierung habe. Vor kurzem habe er einen solch orientierungslosen Autofahrer an der Stelle beobachtet. Der habe erst mal abgebremst.
Jacob fragt: "Und wenn er sich dann zu weit links eingeordnet hat und ein LKW-Fahrer ihm entgegenkommt? Was dann?" Morgens würden etliche Fahrzeuge und LKW aus dem Saarland dort entlangfahren, sagt Jacob.
Der 50-Jährige selbst hat Probleme, sich einzuordnen, wenn er mit dem Auto von Serrig kommt und auf die B 51 nach rechts abbiegen will. "Ich weiß nicht, wie weit ich da in die Kreuzung reinfahren kann. Ein paar Mal habe ich meinen Wagen dann auch schon wieder zurückgesetzt." Der Serriger ist wohl nicht der Einzige, der die fehlende Markierung kritisiert. Einige Leute würden darüber schimpfen, sagt Jacob.
Die Verantwortlichen beim Landesbetrieb Mobilität Trier scheinen sich der Mängel bewusst zu sein. Der stellvertretende Leiter, Hans-Michael Bartnick, sagt: "Auch für uns ist das kein Idealzustand." Bei der Sanierung der Straße im Jahr 2008 wurden Fehler gemacht. Deshalb ist die Deckschicht der B 51 im Oktober erneut ausgebessert worden. Dann habe die Firma witterungsbedingt die Markierung nicht mehr aufbringen können, erklärt Bartnick. "Bei den Markierungsarbeiten sind wir sehr stark vom Wetter abhängig. Bei Nässe können die Arbeiten nicht ausgeführt werden." Er stellt klar: "Sobald es die Witterung zulässt, werden wir die Markierung aufbringen." Die Verkehrssicherheit sieht Bartnick dennoch gewährleistet. Er verweist auf die Warnschilder mit dem Hinweis "Markierung fehlt", die aufgestellt wurden. Zudem sei im Einmündungsbereich Tempo 70 vorgeschrieben.
Bartnick ergänzt: "Unfälle sind bislang ausgeblieben. Seit 1. Oktober gab es nach Rückfrage bei der zuständigen Polizei zwar einen. Das war aber ein Wildunfall, der nicht auf die fehlende Markierung zurückzuführen ist."