Feiern für Dach und Farbe
Weil die Renovierungskosten der Kapelle noch nicht ganz gedeckt waren, hatte sich die Prosterather Dorfgemeinschaft entschlossen, ein Fest zu organisieren, um die Finanzierungslücke zu schließen. Am Pfingstwochenende wurde trotz Sturm und Regen in der Dorfmitte gefeiert.
Prosterath. (cju) Offenbar hatte der Heilige Antonius, Schutzpatron der Prosterather Kirchengemeinde, für viele Besucher gesorgt - denn das Wetter sorgte zeitweise für Verdruss beim Kapellenfest. Schließlich sah es zwischendurch aus, als wurde alles buchstäblich ins Wasser fallen. Doch bei gutem Essen und einem kühlen Bier versammelte man sich dann doch noch gerne. "Der Sonntag hat gut eingeschlagen, wir sind vollends zufrieden", erklärt der Prosterather Michael Klein. Mit so viel Andrang hatte anscheinend niemand gerechnet. Die Dorfgemeinschaft hatte für das viertägige Fest ein unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt und den Gästen so einiges geboten. Neben einem Luftballonwettbewerb und einer Modenschau wurden die Abende mit Musik umrahmt. So stand der Freitag ganz im Zeichen der irisch-keltischen Musik der lokalen Band "Why didn't they ask Evans?". Unterhaltungsmusik boten an den restlichen Tagen das Trio "Skyline" sowie Helmut Biwer.Sei es mit Kuchenspenden oder durch Standdienst - alle haben fleißig mitgeholfen, Geld für die Kapellensanierung einzunehmen. "Wir haben Hand in Hand gearbeitet, so gehört sich das ja auch", freute sich Hans Klein, erster Vorsitzender der Dorfgemeinschaft über die rege Mithilfe, "unsere Finanzierungslücke dürfte weitestgehend gedeckt sein." Auch Michael Hülpes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil, unterstützte die Renovierung mit einer größeren Geldspende. Im August kann die Kapelle so endlich renoviert werden. Dann heißt es nicht nur "Ade, morsche Dachkonstruktion": Die Prosterather Kapelle wird auch in einem neuem Anstrich erstrahlen.