Feinschmecker schätzen knollige Spezialitäten

Feinschmecker schätzen knollige Spezialitäten

Ein kreatives Eröffnungsbüfett mit Spezialitäten vom Flusskrebs-Kartoffelsüppchen bis zu Kartoffelquark-Keulchen hat im Schillinger Waldrestaurant Spießbratenhalle auf die Hochwälder Kartoffeltage eingestimmt.

Schillingen. Pünktlich auf die Minute stimmen die saarländischen Alphornbläser St. Hubertus Reimsbach am offenen Feuer zum Ansturm auf die Knolle ein. Für rund 100 Feinschmecker ist das gleichzeitig das Signal, sich mit einem Kräuterschnäpschen auf den Abend vorzubereiten. Denn die kulinarische Eröffnung der Hochwälder Kartoffeltage (Teilnehmer siehe Extra) dürfte ihnen einiges abverlangen. Das versprechen Büfett-Leckerbissen vom Flusskrebs-Kartoffelsüppchen bis zu den Kartoffelquark-Keulchen mit roter Grütze. Dazwischen gilt es, Spezialitäten wie Reibekuchen und Kartoffelspalten zu testen sowie Mippelchen, mundgerechte Häppchen aus Klößeteig, und Schaales, einen deftigen Auflauf aus geriebenen Kartoffeln.
Dank dieses reichhaltigen Büfetts ist zu spätes Eintrudeln im Schillinger Waldrestaurant Spießbratenhalle nicht angesagt. Schließlich will auch das Auge die knollige Vielfalt in all ihrer Pracht genießen. Daher stürmen die Feinschmecker auch gleich los, als das eigens in Kartoffelsackleinen gewandete Küchenteam des Pächter-Trios Florian und Manuel Marx und Andreas Bohr das Büfett eröffnet.
Edmund und Renate Breidt aus Schillingen lassen den weiter angereisten Gästen allerdings den Vortritt. Sie seien immer dabei bei der Eröffnung der Hochwälder Kartoffeltage - und das von Anfang an, erzählt das Paar. Außerdem gehen sie auch immer in ein oder zwei beteiligte Restaurants essen. "Es ist einfach mal etwas anderes, etwas Außergewöhnliches", begründet Renate Breidt. Edmund Breidt liebt es zudem, sich Kartoffeln-Ideen für Zuhause abzukucken. Er selbst sei zwar nicht der Koch-Experte, räumt er schmunzelnd ein, "aber ich esse sehr gern".
Karin Terres aus Holzerath ist derweil schon am Genießen. Die drei Kartoffelgerichte, die sie probiert habe, hätten alle sehr gut geschmeckt. Die reichhaltige Auswahl findet Markus Prümm aus Wadrill besonders erfreulich. Eigentlich hatte er einen Tisch für einen Steakabend reservieren wollen und dabei zufällig von der Veranstaltung erfahren, für die er noch vier Restkarten ergattern konnte. Eine Entscheidung, die nicht nur er richtig findet: "Wir sind alle begeistert." Bisher seien sie meist nur nach Nonnweiler zu den Kartoffeltagen gefahren, was sich aber künftig wohl ändern wird: "Hierher ist es für uns genauso weit."
Ortsbürgermeister Markus Franzen freut sich über den Riesenandrang bei der um eine Woche vorgezogenen Eröffnung der 14-tägigen Kartoffeltage. Besonders schön sei der Termin am Feiertagswochenende: "Da haben wir Zeit, ausgiebig zu feiern und uns zu unterhalten." Dass sie das bei ungewohnt sommerlichen Temperaturen tun, findet Walburga Meyer, Geschäftsführerin der Tourist-Information Hochwald-Ferienland, bemerkenswert. Vergleichbar hervorragende Rahmenbedingungen habe es bisher bei der Eröffnung nicht gegeben.
Stellvertretend für Bürgermeister Werner Angsten lobt sie die hohe Beteiligung und den ungebremsten Elan der Teilnehmer - in der Verbandsgemeinde Kell sind es neun, in Hermeskeil das Bistro im Johanneshaus: "29 Betriebe bieten etwas mehr als 100 verschiedene Kartoffelgerichte an."
Von Samstag bis Sonntag, 8. bis 23. Oktober, sind zehn Gaststätten und Hotels aus Hermeskeil, Greimerath, Hentern, Kell und Schillingen dabei; im Saarland Betriebe im Einzugsgebiet der Tourist-Infos Losheim, Nonnweiler, Wadern und Weiskirchen. Das Programm mit allen 29 Betrieben, die mehr als 100 verschiedene Kartoffelgerichte anbieten, sowie mit Infos über kulturelle Veranstaltungen rund um die Kartoffel gibt es kostenlos bei den Tourist-Infos. Kontakt: Hermeskeil, Telefon 06503/95350, Hochwald-Ferienland Kell, Telefon 06589/1044. urs

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