Fellerich wird bald wachsen

Bauherren haben sich über Fortschritte im Neubaugebiet Wenigwies informiert. Für die 36 Grundstücke gibt es viele Interessenten. Neben Häusern soll auch eine passende Infrastruktur für die wachsende Bevölkerung entstehen.

Tawern-Fellerich Mario Schömann wohnt in Tawern. Noch, denn er will im Neubaugebiet Wenigwies im Ortsteil Fellerich seinen Traum von den eigenen vier Wänden für sich und seine Familie wahr werden lassen. "In Tawern gibt es keine Baustellen mehr", erklärt er seinen Entschluss.Um zu sehen, wann er loslegen kann, nimmt er an einer Baustellenbegehung teil, zu der Ortsbürgermeister Thomas Müller eingeladen hat. Rund 20 Teilnehmer lassen sich auch von brütender Hitze bei 38 Grad nicht abschrecken.

Das Baugebiet "14 der 36 Baugrundstücke sind bereits fest reserviert", sagt der Ortschef über die positive Resonanz bei Bauwilligen. Fast täglich bekomme er Anfragen.Die 28 Grundstücke, die der Gemeinde gehören, sollen jedoch nicht schnellstmöglich veräußert werden: "Wir wollen auch noch nächstes Jahr und 2019 Bauland anbieten können."Parallel wird in Fellerich die Moselstraße saniert und in Tawern die Kita so umgestaltet, dass hier in Zukunft mehr Kinder aufgenommen werden können. Was Müller besonders freut: "Auch sonst tut sich was in Fellerich in Sachen Bautätigkeit und Verkauf von alten Bauernhäusern."Ortsvorsteher Peter Greif: "Drei Bauernhäuser sind schon verkauft." Dieses Baugebiet sei ein Glücksfall für Fellerich. Ausgleichsflächen wurden bereits angelegt, mit freigestellten Obstbäumen und Nistkästen für Feldermäuse.

Die Arbeiten Hubert Bruch von der Palatia Ingenieur- und Städtebau GmbH, erklärt den Baufortschritt: "Wir sind etwa in der Mitte der Arbeiten. Die Kanäle liegen und auch die Versickerungsmulde ist angelegt." Die sei für Starkregenereignisse notwendig. Alleinstellungsmerkmal der Wenigwies in der ganzen Verbandsgemeinde Konz wird die Verlegung von Glasfaserkabeln für superschnelles Internet ohne Übertragungsverluste bis in die Häuser hinein.Man versammelt sich um den großen Plan. "Neben dem Spielplatz an der Kapelle, den wir aufwerten werden, könnte doch auf der Wenigwies selbst noch ein kleiner Spielplatz entstehen", sagt Thomas Müller.Michael Haupenthal von der Baufirma Wacht ist zuversichtlich, bald mit dem Straßenbau beginnen zu können: "Mitte September könnte die Bauabnahme stattfinden." Danach können Häuser errichtet werden. Gebaut wird direkt mit der endgültigen Fahrbahnoberfläche. "Eventuelle kleine Schäden zu flicken ist billiger als ein Vorstufen- und dann ein Endstufenausbau", sagt Ortschef Müller.

Die Kosten 165 Euro kostet der Quadratmeter in der Wenigwies. Mit 1,6 Millionen Euro geht die Ortsgemeinde in Vorlage. Geld, das durch den Verkauf der Grundstücke wieder zurück in die Gemeindekasse fließt. Aber was laut Hubert Bruch viel wichtiger ist: "Jedes Haus ist eine Investition von rund 400 000 bis 500 000 Euro. In der Wenigwies werden also gut 20 Millionen Euro investiert, was gut fürs Handwerk in der Region ist."

Der Verlauf Bereits im Dezember 2013 wurde der Beschluss gefasst, neue Bauplätze in Fellerich auszuweisen. "Der Wunsch besteht aber schon seit 1996, aber es kamen uns die Golfparkpläne dazwischen", erklärt Müller. Tawern sei für Bauherren wie Neubürger interessant wegen der guten Infrastruktur, die immer mit dem Wachstum der Gemeinde Schritt gehalten habe: "Vor 60 Jahren hatten wir noch 1400 Einwohner. Heute sind es doppelt so viele. Architekten und andere Interessierte können sich im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.igr.de" text="www.igr.de" class="more"%> oder konz.eu über technische Details von Baugebieten, darunter die Wenigwies, kundig machen. Es werden alle Maße der Pläne, zum Beispiel Höhenprofile und sogar die Beleuchtung dargestellt- auch zum Herunterladen.Extra: BAULAND IM PREISVERGLEICH

(nhl) Während in Tawern-Fellerich der Quadratmeter 165 Euro kostet, liegen die Preise an anderen Stellen im Kreis deutlich darüber. Im Baugebiet Pferdsgarten in Konz-Könen mussten Bauherren im Jahr 2014 zwischen 175 und 195 Euro pro Quadratmeter löhnen. Von der Ortsgemeinde Nittel wurde 2013 die selbe Fläche im Wiesengraben sogar für Preise zwischen 190 bis 240 Euro vermarktet. Grund dafür ist die grenznahe Lage. Je näher ein Ort an Luxemburg liegt, desto teurer ist meist das Bauland.