Feste Größe im Rallye-Sport

ZERF. Am Anfang stand das Zweirad. Motorrad-Wettbewerbe und Geschicklichkeitsfahrten waren 1964 das Fundament der Gründung eines Motorsportvereins in Zerf. Heute ist der 60 Mitglieder starke Verein eine feste Größe im Rallye-Sport.

Andreas Annen ist seit 2000 Vorsitzender des Vereins. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. "Die Osterrallye ist unser Jahreshöhepunkt", sagt er im Gespräch mit dem TV . "Mehr als 100 Teilnehmer aus dem süddeutschen Raum sind regelmäßig dabei, da haben wir alle Hände voll zu tun. Alle Zerfer Vereine, insbesondere die Feuerwehr, unterstützen uns dabei sehr."Bei der Rallye-Weltmeisterschaft und der Deutschland-Rallye ist der Motorsportclub Zerf seit zwei Jahren mit Funktionären vertreten. "Eine Wertungsprüfung wird dort in eigener Regie von uns organisiert. Wir sind dann für das komplette Teilstück der Rallye verantwortlich", sagt Annen. "Darauf sind wir natürlich sehr stolz."Marco Briesch als Fahrer und Gisbert Wagner als Co-Pilot sowie Thomas Willger und Katharina Schmitt stellen die beiden Rallye-Teams des Vereins. Seit 1998 fährt Briesch Rallye. "2000 habe ich den Pokal in der Südwest-Junioren-Wertung gewonnen." Briesch nimmt an vielen Rallyes teil. "Ich versuche, immer ein Stück weiter nach vorn zu kommen." Besonders stolz ist er auf seinen Erfolg beim Glantal-Rallye-Sprint im vergangenen Jahr. "Dort habe ich mit Gisbert Wagner den zweiten Platz belegt." Die Zerfer Piloten können sich über einen weiteren Erfolg freuen: "Am vergangenen Wochenende nahm ich mit Co-Pilotin Katharina Schmitt an der Glantal-Rallye teil. Wir haben den 2. Platz in der Klasse und insgesamt den 12. Platz von 55 Fahrzeugen belegt", erzählt Thomas Willger.Unfälle gehen an den Geldbeutel. "2001 hatte ich einen Unfall mit erheblichem Sachschaden. Mein Fahrzeug steht mittlerweile nur noch für Rennen, nicht mehr für den täglichen Gebrauch zur Verfügung", erzählt Briesch. Willger hat sein Auto noch. "Ich muss vorsichtiger fahren als andere, denn auf das Auto ist meine Familie angewiesen."Die Motorsport-Teams finanzieren alles selbst, auch die Spritkosten. Lediglich die Startgelder werden zur Hälfte zurückgezahlt. 10 000 Euro im Jahr bei 10 bis 15 Rallye-Einsätzen müsse man einkalkulieren. "Wir brauchen Sponsoren", sagt der Vorsitzende.Gerne spricht Annen auch über seine Kart-Jugend. Fünf Jugendliche nehmen an Meisterschaften teil, Jugendwart Heinz Koch ist mit seiner Kart-Truppe oft unterwegs. "Wir haben uns mit dem Verein aus Losheim zusammen getan und fahren im Saarland. Das spart lange Anfahrtswege." Morgen beschäftigt sich "Trier-Saarburg - ganz nah" mit der vielfältig und effektiv arbeitenden Arbeitsgemeinschaft Schillinger Vereine (AGSV).

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