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Feuchtigkeit raus, junge Leute rein

Feuchtigkeit raus, junge Leute rein

Der Jugendkeller in Schoden soll vom Schimmel befreit werden. Dabei packen viele Freiwillige an.

Schoden Die Tage des Schimmels im Schodener Jugendkeller sind gezählt. Fast vier Jahre lang war der Raum zu. Nachdem noch einmal umgeplant wurde und das Problem nun statt von außen von innen beseitigt werden soll, hat der Ortsgemeinderat die Aufträge dazu neu vergeben. "Die Wände müssen trockengelegt und eine aufwendige Be- und Entlüftung installiert werden", erklärt Ortsbürgermeister Andreas Pauly. Nur so könne die Feuchtigkeit aus dem Raum ferngehalten werden.
Traditionell feiert die Katholische Jugendgruppe (KJG) den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober immer mit einer großen Party. "Dann haben die Leute alle frei", begründet das Schriftführerin Carina Klein die Wahl des Datums. Nur in diesem Jahr wird das wegen des hohen Aufwandes nichts mehr, denn auch die gesamte Inneneinrichtung und die Toilettenanlage werden erneuert. Wo die Möbel, die Theke und die technischen Geräte hinkommen, plant die Jugend selbst. Und unter den rund 100 KJG-Mitgliedern packen auch viele mit an. Wenn's fertig ist, soll jeder willkommen sein.
Nach der ersten Eröffnung am 22. Februar 1981 wurde der Keller im Jahr 2000 schon einmal renoviert - bis der Schimmel kam. Was Ortschef Pauly freut: "Wir haben die Zusage der Kommunalaufsicht zum vorzeitigen Maßnahmebeginn, obwohl das Projekt noch nicht ganz ausfinanziert ist." Die Gemeinde brauche einen Treffpunkt für die Jugend, die im Dorf gehalten werden soll. Stephan Fisch erinnert sich, wie er den Jugendkeller miteröffnet hat, nachdem er und rund 20 seiner Altersgenossen den Raum gebaut und gestaltet hatten. Der heute 54-Jährige sagt: "Die KJG gab es ja schon seit 1974. Aber der Jugendraum nur für uns - das war weit und breit etwas Besonderes." Wie viele Ehen in 36 Jahren hier ihren Ursprung fanden, weiß er nicht, aber: "Es wurden Freundschaften geschlossen, die halten bis heute." Es sei den jungen Leuten darum gegangen, für sich allein zu sein, denn hier kamen nie die Eltern hin: "Das haben wir genossen."
Extra: DIE KOSTEN FÜR DIE SANIERUNG


Rund 70 000 Euro wird die Instandsetzung kosten. Die Ortsgemeinde übernimmt davon die Hälfte. 5000 Euro kommen von der Verbandsgemeinde Saarburg. 10 000 Euro gibt der Kreis. 5000 Euro stammen aus dem Erlös der 1200-Jahrfeier Schodens. 5200 Euro kamen mit Crowd-Funding der Volksbank zusammen. Rund 400 Euro blieben bei einem Benefizkonzert übrig, das die Jugendlichen organisierten. Die Gehöferschaft und die Jagdgenossenschaft spenden jeweils 3000 Euro. Der Rest sollte bei der Kirmes erwirtschaftet werden. Was bedeutet: Jeder Schluck eine gute Tat.