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Feuerwehr und Bürgerhaus in einem

Feuerwehr und Bürgerhaus in einem

Der 19. Florianstag der Verbandsgemeinde Saarburg hat im Merzkircher Ortsteil Dittlingen eine würdige Adresse gefunden. Ein nagelneues Feuerwehrgerätehaus mit einem Raum, den die Bürger zum Versammeln und Feiern nutzen können, ist eingeweiht worden. Verabschiedungen, Beförderungen und Neuverpflichtungen wurden ausgesprochen.

Merzkirchen-Dittlingen. Einfach nur ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen, das reicht den Dittlingern nicht. Nach zwei Jahren Bauzeit entstand ein Gebäude, das auch für dörfliche Veranstaltungen geeignet ist. Es bedufte jedoch eines sehr langen Anlaufs, wie der Merzkircher Ortsbürgermeister Martin Lutz bestätigt: "Seit 2002 wurde geplant. Aber von Beginn an war ein Raum für die Dorfgemeinschaft in diese Planungen einbezogen."
Das Provisorium mit dem Haus der alten Gefrieranlage ist jetzt endlich überwunden. Das Problem schildert Wehrführer Klaus Kleutsch: "Die Torhöhe war nur zwei Meter. Da kamen wir mit unserem Anhänger kaum durch, und mit der Leiter schon gar nicht." Außerdem zeigte das Mauerwerk zunehmend mehr Risse. Einen Anhänger mit leistungsfähiger Pumpe zu haben kann in einer ländlich geprägten Region durchaus Vorteile haben, denn, so Kleutsch: "Ein Traktor bleibt mit dem Hänger nicht so leicht stecken wie ein Feuerwehrauto." Ganz besonders stolz ist der örtliche Feuerwehrchef auf die Eigenleistung seiner 14 Aktiven und weiterer Helfer aus dem Dorf: "Das ist ein Wert von 72 425 Euro." Seit Ende 2015 ist das neue Haus bereits in Betrieb. Jetzt, beim 19. Florianstag der Verbandsgemeinde, wurde es offiziell von Pastor Manfred Tüx eingesegnet.
232 156 Euro sind investiert worden. Zuschüsse kamen aus der Brandschutzsteuer (35 100 Euro), dem Dorferneuerungsprogramm des Landes (40 000 Euro) und der Stiftung des Kreises (5000 Euro). Die Verbandsgemeinde übernimmt 49 414 Euro. 30 220 Euro muss die Ortsgemeinde Merzkirchen stemmen.
Landrat Günther Schartz legte noch mal eine Spende von 1500 Euro drauf: "Dieses Haus ist für Dittlingen wichtig." Gerade jetzt, bei den Unwettern, seien die Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen immer da.
Auch Saarburgs Bürgermeister Jürgen Dixius spricht von einer beachtlichen Leistung der Dittlinger: "Die Wehr hat nicht isoliert gebaut, sondern fürs ganze Dorf." Mit dem Dorfpark entstand ein sehenswertes Ensemble. Die Verbandsgemeinde unterstützt weitere Feuerwehrhäuser. Demnächst folgen Kahren und das neue, große Feuerwehrzentrum in Saarburg. In Kelsen und Kreuzweiler fehlen noch moderne Feuerwehrhäuser. Auch die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung, so Dixius, schreite gut voran. Insgesamt sorgen in der Verbandsgemeinde rund 700 Menschen für Sicherheit in den Wehren und unterstützen auch das kulturelle Leben.
Extra

Nach 25 Jahren Dienst in der Wehr sind diese Feuerwehrleute ausgeschieden: Bernhard Klein, Ferdi Müller (Saarburg-Mitte); Gerhard Winkler, Helmut Treinen und Hans-Josef Metrich (Saarburg-Beurig); Hermann Merten (Irsch); Robert Arnold (Beuren); Reinhold Etringer (Mannebach); Franz-Josef Altenhofen (Dittlingen); Leo Weinacht (Körrig); Andreas Görgen (Portz); Peter Schmitt (Palzem); Heinz Mersch (Esingen); Martin Kohl, Edmund Glieder (Helfant); Johann Nonn (Wincheringen) und Alois Dostert (Bilzingen). Drei Dittlinger Wehrleute wurden befördert: Christoph Altenhofen zum Oberfeuerwehrmann, Oliver Kleutsch zum Hauptfeuerwehrmann und Klaus Altenhofen zum Löschmeister. 36 junge Wehrleute wurden neu in die Aktivenwehr aufgenommen. doth