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Feuerwehr und Rat sind froh

IGEL. Gemünzt auf Igel, läge Hildegard Knef falsch mit ihrem Lied "Von nun an ging’s bergab". Im Gegenteil: Ortsbürgermeister Franz-Josef Scharfbillig präsentierte nach Pausenjahren einen ausgeglichenen Haushalt für 2006. Und die Feuerwehr soll ihr neues Gerätehaus "Am Feilenkreuz" realisieren können. ARRAY(0x2aa2acee8)

Freude kam auf bei der Ratsversammlung am Montag im Bürgerhaus. Die äußerte sich durch die einstimmige Annahme des von Kämmerer Elmar Mertesdorf von der Verbandsgemeindeverwaltung (VG) Trier-Land erläuterten Haushaltsentwurfs für den 2000-Einwohner-Ort: 1,12 Millionen Euro weist der Verwaltungshaushalt aus; 210 000 Euro der Vermögensteil. Die Schulden können von 830 000 auf 800 000 Euro Ende 2006 verringert werden. Dieser Betrag entspräche einer Pro-Kopf-Verschuldung von dann 397 Euro. Gemeinde profitiert von Senkung der Umlage

Bürgermeister Wolfgang Reiland (VG Trier-Land) zeichnete ebenfalls ein positives Bild der finanziellen Situation. Die Gemeinde profitiere von der um 2,5 Prozentpunkte gesenkten Verbandsgemeinde-Umlage und weiteren Entlastungen im Sozialhilfe-Bereich. Wenn der neue Landrat beim Neujahrsempfang die VG Trier-Land als eine "Insel der Glückseligen" bezeichnet habe, erfülle dies einen mit Genugtuung, gestand Reiland und präsentierte einen weiteren Vergleich: Würde Igel zur Nachbar-Verbandsgemeinde Konz gehören, müsste die Gemeinde 51 000 Euro mehr an VG-Umlage hinblättern. Verhaltene Kritik am Zahlenwerk äußerte Michael Grundhöfer (Freie Liste Scharfbillig). Es seien Grundstücke gekauft worden, ohne dass bis jetzt ein schlüssiges Konzept vorliege. Er forderte eine Vermarktung der Flächen zumindest in Teilbereichen. Wolfgang Niesen (CDU) hielt dagegen, dass einiges bewegt worden sei und dass die Gelder sinnvoll verwendet worden seien: "Was wir getan haben, war richtig - zum Wohle der Bürger." Reinhold Kiemen (SPD) wagte einen Blick in die Zukunft: Auf die Gemeinde kämen "gewaltige Vorhaben zu - mit riesigen Summen." In einem weiteren Diskussionspunkt ging es um das Grundstück für ein künftiges Feuerwehrgerätehaus. Bauherr des Neubaus wird die Verbandsgemeinde, während die Ortsgemeinde das Grundstück zur Verfügung stellen soll, erläuterte Ortschef Franz-Josef Scharfbillig. Nach einigem Hin und Her sprach sich die Ratsversammlung (13 Ja-, drei Nein-Stimmen, eine Enthaltung) schließlich für den vorderen Bereich des Grundstücks "Am Feilenkreuz" aus. Nicht mehr und nicht weniger. Wie der Bau erfolgen soll - freistehend oder als Anbau an die vorhandene "Rüttgers-Halle" - soll einer späteren Beschlussfassung vorbehalten bleiben.