1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Fieberambulanz in Saarburg geht heute Nachmittag an den Start

Coronavirus : Fieberambulanz in Saarburg geht heute Nachmittag an den Start

Ab heute Nachmittag gegen 15 Uhr wird in Räumen der psychiatrischen Tagesklinik des Kreiskran kenhauses Saarburg eine Fieberambulanz ihren Betrieb aufnehmen.

Künftig können dort von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 14.30 Uhr nach Vorlage eines Überweisungs­scheins ärztliche Kontrollen und falls notwendig Abstriche vorgenommen werden. Dies hat der Pressesprecher der Kreisverwaltung Thomas Müller mitgeteilt.

Ziel der zusätzlichen Fieberambulanz ist laut Müller in erster Linie die medizinische Ab­klärung von Verdachtsfällen. Jedoch dient sie auch der Entlastung der Hausärzte, der Zentralen Notaufnahme des Kreiskrankenhauses sowie anderen Stellen. Die Funktionsfähigkeit des medizinischen Dienstes soll so insgesamt aufrecht erhalten werden. Da­her bitten die Verantwortlichen eindringlich darum, die nachfolgenden Regelungen einzuhalten und die Fieberambulanz nicht spontan aufzusuchen.

Vor Ort bei Synlab: So wird beim Coronavirus-Drive-In in Trier gearbeitet

Um den geregelten Ablauf sicher zu stellen, wird die Zufahrt als Einbahnstraße ein­gerichtet. Ordnungsamt und Polizei sind vor Ort. Personen, bei denen keine Überweisung vorliegt und keine Notwendigkeit einer Prüfung besteht, werden abgewiesen, um die wirklich notwendigen Untersuchungen und Testungen möglich zu machen.

Nach Kontrolle des Personalausweises und Überweisungsscheines werden die Pati­enten über barrierefreie Zuwegung zu einer ersten Station geleitet, wo eine Befragung durch einen Arzt laut Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes erfolgt (Patientenkategorien/Risikogebiet/Symptomatik) und die Personalien aufgenommen werden. An einer zweiten Station wird dann die Abstrichentnahme mit Testung auf COVID-19 (CORONA) durchgeführt.

Den Anweisungen des Personals ist unbedingt Folge zu leisten. Die getesteten oder abgewiesenen Personen sollen unverzüglich den Weg nach Hause antreten oder sich mit dem Hausarzt in Kontakt setzen. Gegebenenfalls wird eine häusliche Quarantäne empfohlen beziehungsweise angeordnet. Das Kreiskrankenhaus kann, sofern medizinisch indiziert, Patienten auch sofort stationär versorgen. „Wir sind sehr gut auf diese Situation vorbereitet, und halten entsprechende Intensiv- und Isolierkapazitäten vor“, sagt Verwaltungsdirektor Matthias Gehlen.

Das Kreiskrankenhaus Saarburg ist vor zwei Tagen vom Landkreis aufgefordert wor­den, die Einrichtung einer Fieberambulanz zu prüfen und wenn möglich zeitnah um­zusetzen. Innerhalb eines Tages wurde von den Verantwortlichen im Hause (Ruwen Zell, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme; Beate Zastrau, Tagesklinik für Psy­chiatrie und Psychotherapie, der Hygienefachkraft Eugen Rasum sowie dem Direkto­rium des Kreiskrankenhauses) ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Dank der schnellen Unterstützung durch Bürgermeister Jürgen Dixius konnten Fragen der Verkehrsführung, des Einsatzes des Ordnungsamtes und andere organisatorische Fragen umgehend geklärt werden. Auch Landrat Günther Schartz und der Leiter des Gesundheitsamtes, Harald Michels sind in die Umsetzung eingebunden.