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Film und Fernsehen für die Ohren

Film und Fernsehen für die Ohren

WASSERLIESCH. Film und Fernsehen für die Ohren – wie das geht, zeigte der Wasserliescher Musikverein "Einigkeit" 300 begeisterten Zuhörern bei seinem Neujahrskonzert. Das sehr junge Ensemble bewies: Blasmusik hat Zukunft und macht Spaß.

"Indiana Jones" und "Jenseits von Afrika", "Tatort" und "Wetten, dass..?" - bekannte Melodien aus der Traumfabrik Hollywood und dem deutschen Fernsehen eroberten das Publikum in der gut gefüllten Mehrzweckhalle in Wasserliesch im Handumdrehen. Die mit viel Herz und Engagement vorgetragenen Arrangements des sehr jungen Orchesters waren aber noch weit mehr als ein gelungenes Konzert. Sie waren auch der Beweis für eine vorbildliche Jugendarbeit im Wasserliescher Musikverein "Einigkeit". Die Ortsgemeinde als Hausherr und Mitveranstalter zeigte sich daher spendabel, und Ortsbürgermeister Herbert Rausch übergab dem Musikverein einen Scheck zur weiteren Förderung der Jugendarbeit. Landrat lobt ausgezeichnete Jugendarbeit

Zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf der Orchesterbühne - das Durchschnittsalter der Musiker liegt bei 21 Jahren - zeigten aber auch erfahrene und routinierte Instrumental-Artisten, wie vielfältig und interessant die sorgfältig einstudierten Arrangements der Film- und Fernsehmelodien klingen können. Landrat Günther Schartz überreichte unter anderem Urkunden und Abzeichen für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft an Karl-Josef Breser und Ewald Müller. Auch Schartz kam auf die ausgezeichnete Jugendarbeit des Musikvereins zu sprechen und überreichte einen Scheck der Sparkasse Trier. Mit einem weiteren Scheck schloss sich Christel Zender, Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, den Spendern an, sodass der Konzertabend trotz kostenlosen Eintritts für den Musikverein auch finanziell sehr erfreulich war. Musikalisch zeigte sich das Orchester, in dem neun Musiker erstmals mitwirkten, sehr vielfältig. Ruhige und gefühlvolle Melodien aus der "Schwarzwaldklinik" oder aus "Winnetou" standen im spannenden Kontrast zu dramatischen Tönen aus dem Filmklassiker "Das Boot" oder dem Actionspaß "Fluch der Karibik". Die große Rhythmusgruppe machte mächtig Dampf, und die Unterstützung des tiefen Blechs durch einen E-Bass wirkte sich positiv auf den stabilen Klangteppich aus, da die Blechbläser auch solistisch stark gefragt waren. Da verwunderte es nicht, dass MV-Vorsitzender Rainer Schmidt trotz der aktiven Jugendarbeit gern noch zusätzliche Musiker im Orchester im Bereich "tiefe Blechblasinstrumente" begrüßen würde. Das zufriedene Publikum forderte Zugabe auf Zugabe, aber nach drei zusätzlichen Stücken hatte Dirigent Martin Bach ein Einsehen mit den abgekämpften Musikern und beendete den gelungenen Konzertabend. Nach Hause gingen aber nur die wenigsten, und da zeigte sich das zweite Erfolgsgeheimnis des MV "Einigkeit": das rege Vereinsleben auch außerhalb der Proben und Konzerte.