Fischer Historie in Holz

Eine Baumscheibe am Dorfpark Lebensfluss erklärt wichtige Ereignisse mit den Jahresringen einer Eiche.

Fisch (doth) Jakob, Nico und Leo stehen vor dem ältesten in der Region Saarburg gefällten Baum. Eine Scheibe davon ist am Rande des Dorfparks Lebensfluss Fisch aufgebaut. Daneben liegen Stämme einheimischer Hölzer und auf einem Brett die eingebrannte Figur eines Försters. "Was so ein Baum schon alles erlebt hat", staunt Jakob.
Denn hinter den verschiedenen Schichten der Jahresringe verbergen sich Ereignisse Fischer Geschichte. 1695 hat die Eiche Wurzeln geschlagen. Und seitdem ist viel passiert. 1729: Die Pfarrkirche St. Jakobus wird erweitert. 1853: Die erste Dorfschule wird gebaut. 1870/71: Deutsch/Französischer Krieg, drei Eschen werden als Friedensbäume gepflanzt. Solche Angaben werden anhand der Jahresringe angezeigt, bis ganz außen, als 1989/90 Deutschland wiedervereinigt wird. Zweimal, 1939 und 1944, wird Fisch evakuiert. "Ein menschenleeres Dorf kann sich ja heute keiner mehr vorstellen", weiß Günter Hunsicker, der das Projekt umgesetzt hat. Die Idee zu diesem hölzernen Denkanstoß sei jedoch im Saarburger Forstamt entstanden. Zwei Segmente der Eiche waren dort aufgestellt. Jetzt sind diese Elemente Teil der Installation, die zwölf Generationen von Dorfbewohnern versinnbildlichen.
"Unser Wald hier ist sehr naturnah, mit unter zehn Prozent Nadelholz", freut sich Förster Peter Strupp über den guten Zustand des Forstes. In der Holzinstallation sieht er eine echte Bereicherung des Lebensfluss-Parkes. Gerade für Schulkinder sei so etwas wichtig.
Sponsoren und viel Eigenleistung des Lebensfluss-Teams machten den Aufbau möglich. Seit 2011 wird diese Gartenanlage immer weiter ausgebaut. In Führungen wird der hölzernen Zeuge Fischer Geschichte jetzt immer mit eingebaut.

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