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Flurbereinigung Lampaden hat begonnen

Flurbereinigung Lampaden hat begonnen

Mit dem Verfahren des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum in Bernkastel-Kues (DLR Mosel) verbessert sich die Infrastruktur Lampadens. Die von der Forst- und Landwirtschaft genutzten Wege stehen auch Wanderern und Radfahrern offen.

Lampaden. (doth) Der Grund und Boden von fünf Haupterwerbslandwirten, zwölf Bauern im Nebenerwerb und schätzungsweise 90 Waldbesitzern aus Lampaden wird in einem Flurbereinigungsverfahren neu geordnet.

Ziel des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum in Bernkastel-Kues (DLR Mosel), das dieses Verfahren bis 2014 umsetzt, ist es, mehr zusammenhängende Bewirtschaftungseinheiten zu schaffen und mit dem Ausbau des Wirtschaftswegenetzes auch die Infrastruktur zu verbessern.

"Es gilt immer der Grundsatz der wertgleichen Abfindung", erklärt der zuständige DLR-Gruppenleiter Heiko Stumm. Das gehe mit Tausch von Flächen, aber auch mit Geld. Was Stumm besonders betont, ist der Vorteil für Bürger, die weder Bauer noch Waldbesitzer sind: "In einem ersten Bauabschnitt werden 2,7 Kilometer Wirtschaftsweg asphaltiert und 2,3 Kilometer geschottert. "Diese Wege seien nicht nur für Traktoren und Holztransporter geeignet, sondern auch für Wanderer und Radfahrer. Für normale Autos sind diese Wege allerdings gesperrt.

873 Hektar werden neu "sortiert", mit neuen oder verbesserten Wegen besser verbunden. Nicht mehr genutzte Wege werden renaturiert. Die voraussichtlichen Gesamtkosten dafür betragen 890 000 Euro, wovon 85 Prozent vom Land, dem Bund und der EU bezuschusst werden. 15 Prozent trägt die Ortsgemeinde Lampaden.

Deren Ortsbürgermeister Ewald Hermesdorf ergriff gemeinsam mit seinem Ortsgemeinderat die Gelegenheit beim Schopf und ließ den Weg zwischen Sportplatz und Grillhütte mit ins Verfahren aufnehmen.

"Wir wollten einen guten Weg zum künftigen Jugendzeltplatz haben", begründet der Ortschef diese 20 000 Euro-Investition. Durch die Flurbereinigung entstünden in Lampaden mehr zusammenhängende Flächen, auf denen durch effektiveren Maschineneinsatz viel Geld und Sprit gespart werden kann, erklärt Hermesdorf.

Zur nachhaltigen Entwicklung des Lampadener Waldes, annähernd 300 Hektar, wird im Finanzverbund mit der Landesforstverwaltung für rund 50 000 Euro ein Haupterschließungsweg im Privatwald "Im Stockenberg" mit einer Länge von 1,7 Kilometern, einschließlich zweier Holzlagerplätze, angelegt.

Hier beträgt die Förderhöhe 80 Prozent. Den Rest trägt die Ortsgemeinde. Extra Im sogenannten "Vereinfachten Flurbereinigungsverfahren" können die Grund- und Waldbesitzer bei einem "Planwunschtermin" ihre Vorstellungen äußern. Danach wird ein Rohplan entworfen. Bis zur endgültigen Planung können mit den Betroffenen auch Einzeltermine vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dlr-mosel.rlp.de.