Forschung ist cool

SCHWEICH/TRIER. Einen lehrreichen Ausflug unternahmen die sechs Schulklassen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Schweich im Rahmen ihres Schülersprechtages. Der Fachbereich VI (Geowisenschaften) an der Universität Trier hatte für sie seine Türen geöffnet.

Naturwissenschaften erlebbar zu machen, war das erklärte Ziel des für die Organisation der Veranstaltung zuständigen Ada-Lovelace-Projektes. Mentorinnen des Projekts und Dozenten der Fächer ermöglichten den Schülern in mehreren Workshops Einblicke in die wissenschaftliche Betrachtung der Umwelt. Ein Besuch des Klimagartens mit Niederschlagsmessungen stand dabei ebenso auf dem Programm, wie ein Vortrag über Vulkanismus und die Betrachtung verschiedener Gesteinsarten. Im Wissenschaftspark waren Vögel, Spinnen und Schlangen aus vielen unterschiedlichen Klimazonen zu bestaunen. Im Labor hemmungslos experimentiert

Besonderen Spaß hatten die Schüler da, wo sie selber Hand anlegen konnten. Beim Chemie-Workshop von Axel Meyer durften die Nachwuchsforscher im Labor hemmungslos experimentieren. Sie mixten Zaubertinte, verkupferten Eisennägel, entfärbten Rotwein oder machten die Knallgasprobe. Damit betraten die meisten von ihnen Neuland, waren aber erstaunt, welche Welt sich ihnen erschloss. "Ich finde, das macht Spaß", sagte Nils Olbermann aus der 7b. Eher sinnliche Erfahrungen machten die Teilnehmer des Angebots "Der Boden unter den Füßen". Im Bereich des Barfuß-Lehrpfads auf dem Landesgartenschau-Gelände konnten sie unter Leitung von Elisabeth Tressel Boden riechen und schmecken, aber auch Regenwürmer aufspüren. Um die Bewohner des Bodens ging es auch in den Bodenkunde-Labors. Jana, Lisa und Franziska hatten zunächst keine großen Erwartungen: "Wir sind hier, weil die anderen Gruppen schon voll waren," sagte Franziska. Christoph Emmerling verstand es jedoch, ihr Interesse mit anschaulichem Film- und eigens für sie angefertigtem Lehrmaterial zu wecken. Regelrecht begeistert waren die Mädchen schließlich, als sie die Wunderwelt der Bodenfauna durchs Mikroskop betrachten durften. "Huch, die sind ja plötzlich so groß", und "sieh mal, wie viele Beine die Tausendfüßler haben", staunten die Schülerinnen. Dann nahmen sie Regenwürmer in die Hand. "Die sind ja total cool," meinte Lisa. "Oh, wie süß", fand Jana. Sogar eine neue Art entdeckten die Kinder, den "Faulus Wurmus", der sich nicht sofort wieder in den Boden der Schaukästen eingraben wollte. Das Interesse der Gruppe wurde mit Süßigkeiten und der per Klebeschild verliehenen Auszeichnung "Bodenspezialist(in)" belohnt. "Toll war's" bilanzierten die Schüler. Fabian Kaufmann hat nicht nur von Fächern, sondern auch von Wissenschaftlern ein anderes Bild: "Ich glaube, die sind klug und cool, sonst würden sie sich nicht mit solchen Sachen beschäftigen."