Forst beschert sattes Plus

Forsthaushalt, Nationalpark und der zwischenzeitlich glücklicherweise ausgeräumte Ärger um den ärztlichen Bereitschaftsdienst standen beim Ortsgemeinderat Rascheid auf der Tagesordnung.

Rascheid. Ein weiteres Mal sorgt der Rascheider Gemeindewald für positive Nachrichten. Statt des für 2013 geplanten Überschusses von 18 246 Euro darf sich die Kommune über ein etwa viermal so hohes Plus von voraussichtlich 70 300 Euro freuen.
Angesichts der aktuell anstehenden Investitionen in die neue Dorf- und Kulturscheune sind diese zusätzlichen Einnahmen besonders willkommen im Ort. Zu danken ist das insbesondere den nach wie vor ordentlichen Verkaufspreisen, die derzeit auf dem Holzmarkt erzielt werden.
Im vorigen Jahr waren die Zahlen ähnlich gut. Damals bescherte der Gemeindewald 64 000 Euro Überschuss, etwa das Doppelte des kalkulierten Betrages. Der Forsthaushalt für 2014 geht daher von optimistischen 31 132 Euro Plus aus.
Der Großteil der Einnahmen stammt aus dem geplanten Einschlag von 2525 Festmetern Holz, vorwiegend Fichte. Der Verkauf von Weihnachtsbäumen und Schmuckästen schlägt im Vergleich dazu voraussichtlich mit bescheidenen 600 Euro zu Buche.
In Sachen Nationalpark Hunsrück hat sich die Zimmermannsgemeinde Rascheid mit einer knappen Mehrheit für das Landeskonzept ausgesprochen. Die Entscheidung des Ortsgemeinderats fiel nach eingehender Diskussion mit sechs Ja- und vier Neinstimmen.
Einig sind sich die Ratsmitglieder wegen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie folgten formell der vom Hermeskeiler Verbandsgemeinderat verabschiedeten Resolution, die zwischenzeitlich wie berichtet Früchte getragen hat. Die Kassenärztliche Vereinigung entschied nach heftigen Protesten von Kommunen zugunsten von Hermeskeil.
Ab diesem Jahr wird im St. Josef-Krankenhaus ein Bereitschaftsarzt Patienten behandeln. Er steht an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr zur Verfügung. Ursprünglich sollten die Bürger zur Bereitschaftszentrale nach Birkenfeld fahren. urs

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